1. Wetterauer Zeitung
  2. Wirtschaft

Otto heizt Bürogebäude nicht mehr – und empfiehlt das Homeoffice

Erstellt:

Von: Caspar Felix Hoffmann

Kommentare

Um Energie zu sparen, heizt der Otto-Konzern seine Bürogebäude nicht mehr. Aus diesem Grund sollen Mitarbeiter nun im Homeoffice arbeiten.

Kassel – Aufgrund der Energiekrise hat die Bundesregierung erst kürzlich Maßnahmen beschlossen, die zur Sicherung der Energieversorgung beitragen sollen. Beispielsweise sollen demnach weniger Büroräume geheizt werden und Gebäude, Denkmäler und Werbeflächen zu bestimmten Zeiten nicht mehr beleuchtet werden. Diese Maßnahmen gelten zunächst bis Ende Februar.

Die Energieeinsparverordnung sieht unter anderem konkret vor, dass Büroräume in Unternehmen nur noch auf 19 statt wie bisher auf 20 Grad geheizt werden müssen. Unternehmen können Büroräume also freiwillig auch auf höhere Temperaturen als 19 Grad heizen. Büroräume in öffentlichen Gebäuden, wie etwa Rathäusern, dürfen dagegen nun nur noch auf maximal 19 Grad geheizt werden.

Otto-Schriftzug am Sitz der Otto GmbH & Co KG in Hamburg
In vielen Bürogebäuden des Otto-Konzerns wird es fortan kalt. Um Energiekosten zu sparen, sollen die Mitarbeiter im Homeoffice arbeiten. © Hanno Bode via www.imago-images.de

Otto spart Energie: Weniger Bürofläche heizen und Warmwasser abschalten

Die Otto Group, der frühere Otto Versand, will nun aber noch einen Schritt weiter gehen und Bürogebäude auf nicht mehr als 15 Grad beheizen. Das teilte der Konzern mit Sitz in Hamburg am Dienstag (29. September) mit.

Umsatz der Otto Group weltweitMehr als 16 Milliarden Euro in 2021/2022
Umsatz der Otto Group in DeutschlandFast 9,8 Milliarden Euro in 2021/2022
Gewinn der Otto GroupRund 1,8 Milliarden Euro in 2021/2022
Anzahl der Mitarbeiter der Otto GroupÜber 43 Tausend Mitarbeiter in 2021/2022

In einigen Bürogebäuden werde die Raumtemperatur sogar auf bis zu sechs Grad abgesenkt. Aus arbeitsschutzrechtlichen Gründen sei dort wegen der kühlen Temperaturen dann keine Arbeit mehr erlaubt. Zudem werde die Warmwasserversorgung in Toilettenräumen teilweise ausgeschaltet.

Homeoffice statt Büro: Otto heizt Bürogebäude bis April 2023 nicht mehr

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der betroffenen Bürogebäude empfiehlt das Unternehmen mit Sitz in Hamburg das Homeoffice, hieß es weiter. Ausgewählte Gebäude werde man aber auch weiterhin in Gänze mit einer Temperatur von 20 Grad Celsius beheizen – für gelegentliches Arbeiten vor Ort. (cas)

Auch interessant

Kommentare