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Galeria Karstadt Kaufhof: Welche Filialen vor dem Aus stehen - und welche nicht

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Von: Lisa Mayerhofer

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Galeria Kaufhof Karstadt hat Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt, nur ein harter Kern der 131 Filialen soll übrig bleiben. Eine Übersicht.

München – Wird die vertraute Kaufhauskette Galeria bald aus deutschen Innenstädten verschwinden? Das Unternehmen hat Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz kündigte harte Einschnitte an. Nur ein harter Kern werde von den jetzt 131 Kaufhäusern übrig bleiben, sagte er dem WDR. Welche, das wird demnach in spätestens drei Monaten feststehen.

Galeria Karstadt Kaufhof: „Es gibt viele erfolgreiche Standorte“

Galeria-Chef Miguel Müllenbach versicherte in einem Brief an die Beschäftigten, die Situation der einzelnen Filialen sehe „höchst unterschiedlich“ aus. Es gebe viele erfolgreiche und erfolgversprechende Standorte – aber auch solche, die auf absehbare Zeit nicht mehr profitabel zu betreiben seien. Mit der Schließung würden Galeria die weiteren Modernisierungsmaßnahmen ermöglicht, „denn es stehen mehr Finanzmittel für weniger Filialen zur Verfügung“.

Es ist bereits das zweite Schutzschirmverfahren von Galeria Karstadt Kaufhof. 2020 wurden bereits etwa 40 Filialen geschlossen, etwa 4000 Beschäftigte verloren ihren Arbeitsplatz. Ende September 2020 verließ Galeria nach der Zustimmung der Gläubiger zum Sanierungsplan den Schutzschirm wieder. Nun haben trotz zusätzlicher staatlicher Hilfen die Inflation, das Konsumverhalten und die Pandemie den Konzern wieder in Existenznot gebracht.

Ein Radfahrer fährt an einer geschlossenen Kaufhof Filiale vorbei.
Ein Radfahrer fährt an einer geschlossenen Kaufhof Filiale vorbei. © Oliver Berg/dpa

Welche Filialen von Galeria nun wahrscheinlich schließen müssen

Doch welche Filialen von Galeria Karstadt Kaufhof müssen nun ihre Pforten schließen? Laut Informationen des Handelsblatts könnte es als Erstes die Häuser von Galeria treffen, die schon 2020 auf der Abschussliste standen und durch Mietminderungen gerettet wurden. Dazu gehören laut dem Wirtschaftsmagazin unter anderem Standorte wie Bielefeld, Leonberg, Singen und die Filiale im Ringcenter in Berlin-Lichtenberg.

Auch Doppel-Standorte und auslaufende Mietverträge können eine große Rolle spielen. Kommendes Jahr soll es deshalb mit den Filialen in Hannover an der Marktkirche, in Halle und Berlin-Wedding vorbei sein. Auch in Esslingen und Hamburg-Wandsbek haben die Vermieter den Mietvertrag gekündigt, berichtet das Handelsblatt. Dazu kommt, dass es in manchen kleineren Städten wie etwa Saarbrücken oder Regensburg zwei Filialen gibt, von denen wohl zukünftig eine schließen muss.

Top-Lage oder neues Konzept: Welche Filialen von Galeria Karstadt Kaufhof wohl bleiben dürfen

Weniger Sorgen machen müssen sich dagegen laut Handelsblatt die Mitarbeiter von Galeria Karstadt Kaufhof in Kaufhäusern in Toplage in den deutschen Großstädten – sofern sie in der umsatzstärksten Filiale arbeiten. Dazu gehören:

Unwahrscheinlich ist auch, dass der Insolvenzverwalter den Rotstift bei den Filialen ansetzen wird, die für das neue Konzept „Galeria 2.0“ umgebaut wurden und in die deshalb erst vor kurzem Investitionen geflossen sind, so das Handelsblatt. Dazu gehören die Filialen an den Standorten Kassel, Kleve, Fulda und Oberhausen. (lma/AFP)

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