Die Zeichen stehen auf Grün

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Nidderrau/Karben (bf). An der Kreuzung der Ortsumgehung Nidderau am Abzweig nach Karben tut sich was: Die Ampel ist fertig. Sie regelt den Verkehr. Hier war es zuvor zu vielen Unfällen gekommen, ein Biker kam ums Leben.

Mehr Sicherheit am Unfallfallschwerpunkt B45: Trotz der Einschränkungen durch die Corona-Krise konnten die Bauarbeiten für die neue Ampelanlage an der Ortsumgehung Nidderau weitestgehend planmäßig fertiggestellt werden. Die Bauzeit betrug sechs Wochen. Den Verkehrsteilnehmern steht ab sofort eine nach dem neuesten Stand der Technik erbaute Lichtsignalanlage zur Verfügung, teilt die Straßenverkehrsbehörde Hessen Mobil mit. Die Ampelanlage soll den Risikopunkt dauerhaft entschärfen (unsere Zeitung berichtete).

Tempo 50 hat nicht ausgereicht

Im Bereich der Ortsumgehung Nidderau am Abzweig nach Karben hatten sich in der Vergangenheit Verkehrsunfälle mit schwerwiegenden Folgen gehäuft. Dementsprechend war die Unfallkommission des Main-Kinzig-Kreises, die sich aus der federführenden und entscheidungstragenden Straßenverkehrsbehörde des Landeskreises, der Polizei und Hessen Mobil als Straßenbaubehörde zusammensetzt, bereits seit geraumer Zeit mit der dortigen Situation befasst. Dabei wurden verschiedene Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit beschlossen, wie zum Beispiel regelmäßige Geschwindigkeitskontrollen durch die Polizei, eine Spurtrennung mittels kleiner Leitbaken, eine weitergehende Geschwindigkeitsbeschränkung auf Tempo 50 sowie zusätzliche Blinklichter, um die Verkehrsteilnehmer so auf eine mögliche Gefahrensituation aufmerksam zu machen.

Weil die Maßnahmen aber nicht ausreichten, um den Gefahrenpunkt dauerhaft zu entschärfen, wurde letztendlich entschieden, eine Lichtsignalanlage an diesem Knotenpunkt zu installieren.

Kosten von rund 100 000 Euro

Zunächst mussten gründliche Vorplanungen sowie das Ausschreibungs- und Vergabeverfahren durchgeführt werden, bevor nach den Osterferien mit den Arbeiten begonnen werden konnte. Insgesamt investieren die Bundesrepublik Deutschland und der Main-Kinzig-Kreis rund 100 000 Euro laut Mitteilung in den Neubau der Ampel. Zusätzlich plant der Main-Kinzig-Kreis eine Kampagne für mehr Sicherheit im Straßenverkehr. Wie unsere Zeitung berichtete, ist derzeit eine Agentur mit der Ausarbeitung der Kampagne beauftragt, die kreisweit eingesetzt werden soll, um für Rücksichtnahme unter den Verkehrsteilnehmern zu werben. Einbezogen in diesen Prozess ist auch Hessen Mobil.

Über die jetzigen Regulierungen an den Abzweigen Karben und Allee Süd, wo Tempo 70 eingeführt wurde, hinaus hat das hessische Verkehrsministerium jedoch weitere Maßnahmen für diesen Abschnitt der B45 abgelehnt.

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