»Wohlfühlatmosphäre geschaffen«

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Dorn-Assenheim (pm). »Heute Morgen, als ich unsere Kita aufgeschlossen habe, war ich wieder voller Freude«, sagte die Leiter der neuen städtischen Kita Wichtelwiese in Dorn-Assenheim, Sabrina Vogel, während der kürzlich stattgefundenen kleinen Eröffnung. »Sie ist einfach toll geworden und ich genieße es richtig, mit meinen Kolleginnen hier arbeiten zu dürfen.

« Bürgermeisterin Lena Herget-Umsonst zeigte sich ebenso erfreut: »Wir haben hier eine Wohlfühlatmosphäre für unsere Kleinsten geschaffen. In dem ›Bienenstock‹ werden 25 Kinder ab drei Jahren, in dem ›Storchennest‹ 12 Kinder unter drei Jahren betreut.«

Rennstrecke für Bobbycar

Wie es nun in einer Pressemitteilung aus dem Rathaus heißt, verfügt das Gebäude, in das 1,8 Millionen Euro einschließlich der Ausstattung investiert wurden, über eine Grundfläche von 618 Quadratmetern. Das funktional, pädagogisch und ökologisch geplante und ausgeführte Gebäude sei auch energetisch zukunftsweisend. Die hochwärmegedämmte Gebäudehülle, die über eine Luftwärmepumpe gespeiste Fußbodenheizung sowie lichtdurchflutete, wohlproportionierte Gruppenräume, ließen eine wohnliche Atmosphäre zu. Natürliche Materialien wie Holz, Stahl, Glas und Linoleum mit abgestufter Farbgebung ergänzten dies. Der schwellenfreie Zugang zur Kita erfolgt über einen Windfangbereich zur Flurzone, die nicht nur als Bobbycar-Rennstrecke, sondern auch als Eltern-Treff genutzt werden soll. Die eingeschossige-Kita umfasst neben den Gruppenräume einen Mehrzweckraum, einen Lagerraum, einen Intensivraum, einen Personalraum, ein Büro für die Leitung, einen Technik- und einen Putzmittel-Raum sowie sanitäre Anlagen.

Hervorzuheben sei der gestaltete Speiseraum mit Küchenzeile und kindgerechter Anrichte. Die Gruppenräume haben Abstellräume in unmittelbarer Nähe und für die Kleinsten gibt es einen Schlafraum. Die gesamte Einrichtung ist barrierefrei. Architekt Alfred Möller hob die Raumakustik und die klassische Gestaltung hervor, die viel Raum für die Kreativität der Kinder lasse. »Es ist uns wichtig, dass die Kinder und auch die Erzieherinnen und Erzieher sich in diesem Haus heimisch, wohl und geborgen fühlen - das ist unser Anspruch an kinder- und familiengerechte Architektur.«

»Im Laufe des Jahres möchten wir noch die großzügige Außenanlage gestalten und mit Spielgeräten versehen«, sagte die Leiterin der Bauverwaltung, Petra Klöppel, die mit Horst Wenisch das Projekt federführend betreute.

»Kleiner Schatz« im Foyer

Dr. Jörg Lindenthal, der die archäologischen Grabungen während der Bauphase begleitete, hatte zur Eröffnung einen kleinen Schatz dabei, der direkt im Eingangsbereich hinter einer beleuchtenden Glasscheibe einen prominenten Platz fand: eine Silbermünze, die während der Ausgrabungen gefunden wurde. Er übergab das Fundstück als Dauerleihgabe stellvertretend für das Landesamt für Denkmalpflege Hessen, »hessenArchäologie«, und zeigte sich erfreut darüber, dass die Kinder so einen direkten Einblick in die Geschichte hätten. »Wir haben hier auch die Möglichkeit geschaffen, Geschichte direkt anzufassen - mit dem römischen Eckstein, der in die Flurwand der Kita eingebaut wurde.« Zur Erklärung der Funde werde noch ein buntes Wimmelbild erstellt, das den Kindern zeige, dass ihre Kita über einem römischen Gebäude stehe.

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