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Wilder Abfall ist auch in Wöllstadt ein Problem.

Ziel: Weniger illegal entsorgter Abfall

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Wöllstadt (pm). Ein alter Monitor im Gebüsch, eine Haushaltsauflösung am Waldrand, Bau- und Gartenabfälle an Feldrändern - die wilde Entsorgung von Müll werde immer mehr zu einer Belastung der Gemeinde, der Bevölkerung und nicht zuletzt der Natur, findet die CDU. Sie habe deshalb einen umfassenden Antrag im Rathaus eingereicht, teilt Fraktionsvorsitzender Oliver Kröker mit.

Erfahrungsgemäß würden Menschen dort, wo bereits Müll liegt, ihren eigenen schneller dazustellen als an einen sauberen Ort. Daher sei ein wesentlicher Bestandteil des beantragten Maßnahmenpakets, dass die Gemeinde den gegenwärtig wild lagernden Abfall zeitnah zusammentrage und entsorge. Auch »private Lagerstätten« jenseits der Grundstücksflächen müssten aufgelöst werden, fordert die CDU. So gebe es im Gemeindegebiet viele Stellen, an denen Platten, Ziegel, Komposter und Ähnliches abseits des eigenen, sauber gehaltenen Grundstücks ihr Dasein fristeten.

Nach dem Willen der Union soll zudem die Entsorgung sperriger Abfälle deutlich günstiger werden. Derzeit zahlen die Bürger eine Mindestgebühr von 65 Euro für die Abholung. Künftig soll es jährlich vier vorab festgelegte Termine geben, zu denen die Bürger die Abholung von Sperrmüll bei der Gemeinde anmelden können. Der Antrag der CDU sieht vor, dass die Mindestgebühr auf 15 Euro gesenkt wird. Darüber hinaus soll jährlich an einem der vier Termine die Entsorgung kostenlos sein. »Es dürfen nicht diejenigen vergessen werden, die mangels eigenem Kfz ihren Abfall nicht zu den Recyclinghöfen fahren können«, sagt Fraktionsmitglied Dr. Mike Rinker.

Außerdem beantragt die CDU die Einführung einer pauschalen Gebühr von 500 Euro, die die Gemeinde künftig von denjenigen erhalten soll, die Abfall wild entsorgen. Damit soll der Aufwand ausgeglichen werden, welcher der Verwaltung entstehe, erklärt Fraktionsmitglied Jürgen Pfannkuchen. Diese Pauschale habe sicher einen abschreckenden Charakter, dürfe aber nicht als Strafe verstanden werden. Letztere bleibe einem etwaigen Ordnungswidrigkeitsverfahren vorbehalten.

Der Antrag sieht weiterhin vor, dass die Gemeinde anhand von Beispielen über ihre Internetpräsenz transparent machen soll, was die Entsorgung von Abfällen über den Recyclinghof kostet. Hierbei gelte es, den Bürgern den unberechtigten Schrecken vor einer Fahrt in die umliegenden Recyclinghöfe zu nehmen.

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