Auf dem Parkplatz vor dem Rathaus sollen bald vier Verwaltungsmitarbeiter arbeiten. FOTO: UDO
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Auf dem Parkplatz vor dem Rathaus sollen bald vier Verwaltungsmitarbeiter arbeiten. FOTO: UDO

Vier Arbeitsplätze

  • vonUdo Dickenberger
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Wöllstadt(udo). Im Bürgerhaus sprach der Haupt- und Finanzausschuss in seiner Sitzung mehrere Empfehlungen an die Gemeindevertreterversammlung aus. Der Ausschuss befürwortet den Kauf einer Containeranlage mit vier Arbeitsplätzen für die Verwaltung. Die Kosten belaufen sich auf 85 000 Euro und werden aus den Mitteln der Hessenkasse finanziert.

Seit einigen Jahren ist die Arbeitsplatzsituation im Rathaus beengt. Um die Situation bis zum Bau eines neuen Rathauses zu überbrücken, sollen auf der Parkplatzfläche im Bereich des Verwaltungsgebäudes Bürocontainer aufgestellt werden. Die Anlage besteht aus sechs Containern, davon sind vier Container für die Büronutzung und zwei Container als Flur vorgesehen. Diese Maßnahme sei kurzfristig notwendig, um die Arbeitsfähigkeit der Verwaltung aufrechterhalten zu können, heißt es in der Vorlage der Gemeindeverwaltung. Im nächsten Jahr soll wieder eine Azubi-Stelle besetzt werden. Für eine weitere Stelle im Hauptamt läuft das Einstellungsverfahren. Bürgermeister Adrian Roskoni erläuterte, weshalb der Kauf dem Mieten vorzuziehen sei. Der Kaufpreis entspreche der Miete von vier Jahren. Unklar sei, ob in vier Jahren das neue Rathaus gebaut und Platz vorhanden sei. Habe man die Container gekauft, könne man sie weiter nutzen. Er erklärte, warum eine Erweiterung des bestehenden Rathauses sowie die Nutzung des historischen Rathauses und des Bürgerkellers problematisch seien, und fasste zusammen: "Am alten Standort ist keine zielführende Lösung möglich."

Zur Erleichterung des Verwaltungsaufwandes der kleinen Gemeinden hat der Landtag die Pflicht zur Aufstellung eines doppischen Gesamtabschlusses aufgehoben. Gemeinden mit weniger als 20 000 Einwohnern sind von der Pflicht zur Aufstellung eines Gesamtabschlusses befreit. Ein Verzicht auf die Erstellung eines Gesamtabschlusses wurde der Gemeindevertretung empfohlen.

Aufgrund der Senkung der Umsatzsteuer von 7 auf 5 Prozent für die Zeit vom Juli bis zum Dezember bedarf es einer Ergänzung der Wasserversorgungssatzung, die rückwirkend zum Januar erfolgt. Für 2020 ergibt sich eine Wassergebühr in Höhe von brutto 1,38 Euro anstatt 1,40 Euro je Kubikmeter Wasserverbrauch. Die Satzungsänderung wurde empfohlen.

Arztpraxis soll einziehen

Der Bebauungsplan für ein Grundstück im Bereich Sudetenstraße und Hanauer Straße in Ober-Wöllstadt soll geändert werden. Da durch den Ortsteil keine Bundesstraße mehr führt, haben sich die einzuhaltenden Bebauungsabstände geändert. Gemäß den Angaben der Antragsteller soll auf dem Grundstück ein Mehrfamilienwohnhaus mit einer Arztpraxis im Erdgeschoss entstehen. Zwischen den Antragstellern und den ortsansässigen Ärzten besteht Einigkeit, die Ärzte möchten sich in die Räumlichkeiten der dann entstandenen Liegenschaft einmieten.

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