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Maria Geiß (vorne 2. v. l.) leitet das Erzieherinnen-Team.

Viel Platz für Weltentdecker

  • VonUdo Dickenberger
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Wöllstadt (udo). Die Kita »Wichtelburg« hat zwar schon im Frühjahr 2020 den Betrieb aufgenommen. Wegen der Pandemie ist sie aber erst jetzt mit einem Tag der offenen Tür offiziell eröffnet worden.

Bürgermeister Adrian Roskoni erinnerte sich am Samstag am Rande der Veranstaltung, dass die Kita »Wichtelburg« in den Containern auf der Bleiche 2017 eröffnet wurde. Zu Beginn sollte es nur drei U3-Gruppen geben. Schnell stellte sich aber heraus, dass der Bedarf größer wird. Mit der Planung für den Neubau wurde klar, dass für fünf Gruppen im Alter von ein bis sechs Jahren gebaut werden musste.

Eigener Zugang zum Freigelände

In der Planungsphase folgte die Entscheidung für einen Holzmassivbau. Dieser war beim Erstellen des Rohbaus etwa 10 bis 15 Prozent teurer als die herkömmliche Bauweise, hat aber Vorteile, welche die Mehrkosten ausgleichen: Die Bauzeit wird mit vorgefertigten Elementen verkürzt, und die Rohbaukonstruktion ist im Flur und in den Gruppenräumen gleichzeitig die fertige Wandoberfläche.

Auch ist sie robuster und in den laufenden Betriebskosten wirtschaftlicher. In der Gesamtfläche der Kita wurde durch die optimierte Konstruktionsfläche der Wand die Grundfläche eines Gruppenraums gewonnen. Ökologisch bietet der Baustoff Holz zudem den Vorteil, dass er kohlendioxidneutral ist. Das Gebäude ist mit einem extensiven Gründach ausgestattet.

Die Räume sind barrierefrei erreichbar. Jeder Gruppenraum hat einen Ruhe- und Mehrzweckraum, einen Nebenraum, ein Bad und eine Garderobe sowie einen eigenen Zugang zum Freigelände. Im U3-Bereich ist der Nebenraum ein Schlafraum. In eine Gruppe gehen die Vorschulkinder. Große Fenster sorgen für viel Tageslicht. Sehenswert ist die Kletterwand im Multifunktionsraum. Das Essen liefert ein Bio-Caterer. Die Personalküche wird als Kinderküche genutzt. Jede Gruppe besucht einmal in der Woche den Turnraum.

Durch das Vollholzgebäude mit Sichtwänden führt ein großer Spielflur. Links davon befinden sich die Organisationsräume, rechts die Gruppenräume der Grashüpfer, Sockenflitzer, Sternenfänger, Klettermaxe und Weltentdecker. Die Gruppenräume haben ein Podium, um den Höhenunterschied zum Nebenräum zu überbrücken.

3,5 Millionen Euro investiert

Gebaut wurde seit September 2018; im Februar 2020 erfolgte der Einzug. Etwa 3,5 Millionen Euro wurden investiert. Geleitet wird die »Wichtelburg« von Maria Geiß und ihrer Stellvertretung Bettina Meisinger. Die Kita hat 21 Mitarbeiterinnen. Sie freuen sich über die ruhige Lage und das großzügige Außengelände - nach den bescheidenen Verhältnissen in der Container-Anlage auf der Bleiche.

Von insgesamt 81 Kindern kommen 21 aus Nieder-Wöllstadt. Im Herbst soll die Gesamtzahl auf rund 90 Kinder wachsen. Die Vorschulkinder werden mit den Gefährten des katholischen Kindergartens Sankt Stefanus zusammenkommen, damit alle einander kennen, wenn es in die Grundschule geht.

Die Gruppenräume laden zum Spielen ein.
Die Kita »Wichtelburg« hat ein großes Freigelände.

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