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Wahlkampf-Recycling: Für die Eigenwerbung der Freien Wähler kommen in Wöllstadt die schon vor fünf Jahren verwendeten Banner zum Einsatz.

Verzicht auf flächendeckende Plakatierung

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Wöllstadt (pm). Die FWG Wöllstadt verzichtet im anstehenden Kommunalwahlkampf auf das flächendeckende Aufhängen von Wahlplakaten. »Wir haben uns dazu entschieden, da die Plakate maximal eine Lebensdauer von sechs Wochen haben und dann entsorgt werden. Uns ist der Klimaschutz hier wichtiger«, sagte Gemeindevertreter Maximilian Best.

An zentralen Stellen in beiden Ortsteilen wurden die Banner aufgehängt, die die FWG bereits vor fünf Jahren bei der damaligen Wahl verwendet hat. Bei den letzten Wahlen hat die FWG nach eigenen Angaben ungefähr 50 Plakate aufgestellt, dazu kommt die Befestigung mit Kabelbindern. »Das ist für uns konkrete Ressourcenschonung. Wir leben Klimaschutz und verzichten deshalb auf Wahlplakate«, erklärte der stellvertretende FWG-Fraktionsvorsitzende Udo Schäfer.

Die FWG informiere die Wählerinnen und Wähler über Handzettel und eine große Broschüre, die klimaschonend in einer Druckerei in Rosbach gedruckt werde. Alle Informationen für Interessierte stünden auch auf der Internetseite und in den sozialen Medien der FWG zur Verfügung. Aufgrund der Corona-Pandemie wird die FWG auch auf InfoStände verzichten, »denn weniger Kontakte bedeuten einen schnelleren Sieg über das Virus«.

»Trotz allem versuchen wir präsent zu bleiben. Wöchentlich erscheint ein Video auf unserem Youtube-Kanal. In den nächsten Wochen sind Online-Formate geplant, um zumindest so für Fragen und Antworten in Kontakt zu bleiben«, sagte der FWG-Fraktionsvorsitzende Sebastian Briel.

Die FWG hatte im vergangenen Jahr bereits vorgeschlagen, dass es für Plakate zentrale Aufstellungspunkte geben soll und dafür das Plakatieren für alle Parteien verboten wird. »Leider konnten wir uns mit CDU und SPD nicht darauf einigen. Die CDU hatte bereits Plakate bestellt«, berichtete Briel. Mit dem eingesparten Geld will die FWG nun »lieber etwas Wertvolleres machen«. Für Institutionen und Gruppen aus beiden Ortsteilen wird eine Spende vorbereitet. »So machen wir unbestreitbar etwas Sinnvolleres und entlasten zudem die Umwelt und das Wöllstädter Straßenbild«, sagte die FWG-Kassenführerin Daniela Liedtke.

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