Verkaufen oder vermieten? Laut einer aktuellen Empfehlung des Haupt- und Finanzausschusses soll das ehemalige DRK-Heim in der Wiesengasse für 800 Euro (Kaltmiete) im Monat vermietet werden. FOTO: UDO
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Verkaufen oder vermieten? Laut einer aktuellen Empfehlung des Haupt- und Finanzausschusses soll das ehemalige DRK-Heim in der Wiesengasse für 800 Euro (Kaltmiete) im Monat vermietet werden. FOTO: UDO

Vermietung geplant

  • vonUdo Dickenberger
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Wöllstadt(udo). Der Haupt- und Finanzausschuss sprach in seiner Sitzung im Bürgerhaus Empfehlungen an die Gemeindevertreterversammlung aus. Demnach soll der dreieinhalb Jahre alte Beschluss, das ehemalige DRK-Heim in der Wiesengasse über ein Bieterverfahren zu verkaufen, ausgesetzt werden. Das Gebäude soll stattdessen vermietet werden.

Ursprünglich war geplant, das Gebäude über ein Bieterverfahren zu verkaufen. Mit einer ersten Interessensbekundung liegen mehrere Anfragen vor. Zwischenzeitlich erreichte die Gemeinde eine Anfrage wegen einer Anmietung. Es handelt sich hier um die Ansiedlung eines ambulanten Pflegedienstes. Die Räume sollen als Büroräume genutzt werden. Es ist eine Kaltmiete von 800 Euro monatlich vorgesehen, die Gesamtfläche beträgt 150 Quadratmeter. In dem Mietvertrag wird festgehalten, dass die Gemeinde keine Kosten für bauliche Veränderungen, Sanierung und Instandhaltung übernimmt und das Gebäude in dem jetzigen Ist-Zustand vermietet wird. Das Gebäude würde nun im Besitz der Gemeinde bleiben und brächte jährlich eine Einnahme an Kaltmiete von 9600 Euro. Laut Bürgermeister Adrian Roskoni gibt es 30 Kaufanfragen. Er plädierte für einen Gewerbemietvertrag, bei dem die Kommune keine baulichen Veränderungen vornehmen muss. Die Sozialstation, an der Wöllstadt beteiligt ist, sieht dadurch keine Konkurrenzsituation entstehen.

Ein weiterer Antrag im Ausschuss drehte sich um die Kinderbetreuung. Einem CDU-Antrag zufolge soll die Gemeinde im Rahmen des Gute-Kita-Gesetzes die Kinderbetreuung verbessern. Das Gesetz sieht eine Verbesserung des Betreuungsschlüssels vor.

Die FWG beantragte den Ankauf und die Sanierung des Bahnhofsvorplatzes sowie die Aufnahme in das Förderprogramm "Aktive Kerne". Der Antrag bleibt im Ausschuss. Jürgen Pfannkuchen wies auf den Prüfantrag der CDU von 2016 zum gleichen Thema hin. Roskoni erläuterte die komplizierten Verhandlungen mit den verschiedenen Teilgesellschaften der Bahn.

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