Plätze für das erweiterte Gewerbegebiet "Am Kalkofen" könnten mit einem Punktesystem vergeben werden.	FOTO: UDO
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Plätze für das erweiterte Gewerbegebiet »Am Kalkofen« könnten mit einem Punktesystem vergeben werden. FOTO: UDO

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  • vonUdo Dickenberger
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Wöllstadt (udo). Der Wöllstädter Haupt- und Finanzausschuss beriet in der Römerhalle mehrere Anträge.

Bürger informieren: Die CDU hatte einen Infomailservice der Gemeinde beantragt. Die Gemeinde soll einen Newsletter- oder Infomailservice einrichten, mit dem sie Bürger kurzfristig über aktuelle Sachverhalte informieren kann, zum Beispiel über Baumaßnahmen, Straßensperrungen und Sitzungen. Die Anmeldung zu dem Service soll über die Homepage der Gemeinde erfolgen, die Nutzung des Dienstes soll für die Bürger freiwillig und kostenlos sein. Der Gemeindevorstand soll dies prüfen. Über die sozialen Medien könnten die Bürger eingebunden werden und aktuelle Informationen erhalten. Jürgen Schweitzer (CDU) erläuterte, interessierten Bürgern könnten Informationen zugespielt werden. Bürgermeister Adrian Roskoni führte aus, ein gewisser Verwaltungsaufwand sei aber erforderlich.

Am Kalkofen: Befürwortet wurde der FWG-Antrag, den Gemeindevorstand zu beauftragen, für die Vergabe von Flächen im Gewerbegebiet »Am Kalkofen« Kriterien auszuarbeiten. Der Gewerbesteuerertrag, der Flächenverbrauch und die Verkehrsbelastung sollen berücksichtigt werden. Erwogen werden soll, ob die Zukunftsaussichten, die Nachhaltigkeit und die Umweltschonung bepunktet werden können. Möglicherweise können Wöllstädter Betriebe einen Bonus erhalten. Konsens war, dass nicht alle Flächen unbedingt sofort weggehen müssen, und sinnvoll sei, einige für die Bauwilligen der kommenden Jahre auf Lager zu haben.

Klimaschutz: Die FWG beantragte außerdem ein Klimaschutzkonzept. Der Gemeindevorstand wird beauftragt, ein solches auszuarbeiten, um die Klimaschutzmaßnahmen der Gemeinde zielgerichtet zu ordnen. Es soll mindestens enthalten: die aktuelle Situation in Wöllstadt, das Klimaschutzziel und konkrete Maßnahmen und den Zeitplan. Die FWG nannte als wichtige Punkte etwa das Senken des Energieverbrauchs, den Einsatz von erneuerbaren Energien, das Einsparpotenzial und die nachhaltige Wasserversorgung sowie Brauchwassernutzung. Gleichzeitig soll ein »grüner Tisch« eingerichtet werden, der die Weiterentwicklung des Klimaschutzkonzeptes unterstützen soll. Teilnehmer sollen Landwirte, Jäger, Angler, Naturschutzgruppen und Vertreter der kommunalen Gremien sein. Der Antrag wurde abgelehnt. Ein CDU-Antrag zum Klimaschutz ist im Bauausschuss. Roskoni wies auf bestehende Klimaschutzmaßnahmen hin. Umstritten war, ob der Schwerpunkt eher bei einem externen Gutachter oder bei der Bürgerbeteiligung liegen soll.

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