FWG für separate Ortsumgehung für Ober-Wöllstadt

Wöllstadt (pm). Einstimmig hat die Freie Wählergemeinschaft (FWG) ihr Wahlprogramm für die Kommunalwahl am 6. März verabschiedet. Es trägt den Titel »Gemeinsam für Wöllstadt«.

Man wolle Politik für Familien, Kinder, Jugendliche und Senioren sowie für Gewerbe, gute Infrastruktur und Vereine gleichermaßen machen, heißt es in einer Pressemitteilung. Auch sollen beide Ortsteile gleich behandelt werden. Es gelte, eine absolute Mehrheit der CDU zu verhindern. »Wir wollen, dass auf lokaler Ebene weiter diskutiert und nicht von einer Partei die Richtung bestimmt wird«, so der Fraktionsvorsitzende Sebastian Briel.

In den nächsten fünf Jahren will sich die FWG für eine gute und alltagsgerechte Kinderbetreuung einsetzen, unter anderem, indem man die Öffnungszeiten der kommunalen Kitas erweitert. »Viele Familien haben uns auf die Öffnungszeiten am Freitag angesprochen«, meinte Andrea Biermann, die erstmals fürs Gemeindeparlament kandidiert. Wegen Zuzügen habe der Gemeindevorstand bereits angedeutet, dass der Kindergarten erweitert werden muss. Die FWG will erreichen, dass Neubau oder Erweiterung auf einer gemeindeeigenen Fläche entstehen. Zudem will sie einen Grillplatz beantragen.

Man wolle bezüglich einer separaten Umgehungsstraße für Ober-Wöllstadt am Ball bleiben. Die erhoffte Verkehrsentlastung durch den Bau der B 3a könnte in Ober-Wöllstadt nicht in dem gewünschten Umfang erfolgen, so die Befürchtung. Die Gespräche mit den Behörden müssen deshalb fortgesetzt werden, fordert der Erste Beigeordnete Georg Wiederhold.

Neben einem Rückbau der Hauptstraßen, sicheren Schulwegen, »Anwohnerverträglichkeit« beim möglichen Ausbau der S-Bahn will die FWG eine Fußgängerbrücke über die Gleise vom Neubaugebiet zum Friedhof prüfen lassen. Zudem fordert man eine Bushaltestelle am neuen REWE-Markt und eine verbesserte Linienführung. Am Standort soll langfristig auch ein Discounter entstehen – was die Behörden aber bislang verweigert haben.

Jugendförderung belohnen

Eine Verbesserung der Internetgeschwindigkeit sowie ein öffentlicher WLAN-Zugang in beiden Bürgerhäusern seien sinnvoll, ebenso ein neues Gewerbegebiet in Ober-Wöllstadt an der K 11 Richtung Rosbach.

Alle Baumaßnahmen sollten senioren- und behindertengerecht erfolgen; bei öffentlichen Gebäuden müsse der Energiebedarf reduziert werden. Bei der Vereinsförderung will die FWG jene Klubs, die aktiv Jugendarbeit betreiben, besser fördern. Darüber hinaus wollen die Freien Wähler einen »Abend des Ehrenamts« vorschlagen, bei der das bürgerschaftliche Engagement in beiden Ortsteilen gewürdigt wird.

Trotz solcher Investitionen fordert die FWG »solide Finanzen und ausgeglichene Haushalte«, um Gebühren- und Steuererhöhungen zu verhindern. Einnahmen könnten aus dem Verkauf der Liegenschaft im Taunusring erzielt werden. Dazu stehe man weiter. Den »Bürgerkeller« will man aufwerten und den Mietsatz etwas reduzieren.

Die Feuerwehr brauche Ersatz für das fast 35 Jahre alte LF 16 – zumal mit Erweiterung der Neubaugebiete und der Eröffnung der Umgehungsstraße weitere Aufgaben auf die Wehr zukämen.

An diesen konkreten Vorschlägen könne man die FWG in fünf Jahren messen, erklärte der Vereinsvorsitzende Dieter Bonrath. In den letzten Monaten habe man bei Veranstaltungen und über E-Mails viele Anregungen aus der Bevölkerung erhalten. »Wir sind der Meinung, dass Politik nicht in einem Hinterzimmer, sondern zusammen mit den Bürgern gemacht werden muss«, betonte Schriftführer Roland Jung.

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