Schülerbetreuung in neuem Gebäude

  • Sabrina Dämon
    vonSabrina Dämon
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Eltern haben einen Betreuungsanspruch für ihre Kinder ab dem ersten Lebensjahr. Dafür, dass dieser Anspruch gewährleistet wird, sind die Kommunen zuständig. Später, nach der Kinderbetreuung, beginnt die Schulzeit – dafür ist der Kreis verantwortlich. Bei der Nachmittagsbetreuung hört es allerdings auf mit der Zuständigkeit. Dass es in Wöllstadt trotzdem ein Angebot gibt, ist zahlreichen Eltern zu verdanken: Seit Jahren schon betreut der Förderverein der Fritz-Erler-Schule Kinder bis 16 Uhr – seit diesem Schuljahr in einem neuen Gebäude, das die Gemeinde Wöllstadt zur Verfügung stellt.

Eltern haben einen Betreuungsanspruch für ihre Kinder ab dem ersten Lebensjahr. Dafür, dass dieser Anspruch gewährleistet wird, sind die Kommunen zuständig. Später, nach der Kinderbetreuung, beginnt die Schulzeit – dafür ist der Kreis verantwortlich. Bei der Nachmittagsbetreuung hört es allerdings auf mit der Zuständigkeit. Dass es in Wöllstadt trotzdem ein Angebot gibt, ist zahlreichen Eltern zu verdanken: Seit Jahren schon betreut der Förderverein der Fritz-Erler-Schule Kinder bis 16 Uhr – seit diesem Schuljahr in einem neuen Gebäude, das die Gemeinde Wöllstadt zur Verfügung stellt.

Die Nachfrage ist groß: Betreut werden 85 Kinder in Nieder- und 53 Kinder in Ober-Wöllstadt, berichtet die Leiterin der Betreuung, Antje Blasberg. Dafür beschäftige der Förderverein 13 Betreuer. Eltern können zwischen sechs Tarifmodellen wählen (Betreuungszeiten siehe Kasten), das Komplettangebot beinhaltet eine Betreuung an fünf Wochentagen jeweils von 11.30 bis 16 Uhr und kostet 186 Euro.

Gemeinde stellt Räume

Die Kinder können in der Betreuung zu Mittag essen, Hausaufgaben machen, vor allem aber auch spielen. Die Zeiten, sagt Blasberg, richten sich nach dem Stundenplan. Denn: Die Fritz-Erler-Schule, eine Grundschule, hat kein Ganztagsangebot. Nach der letzten Unterrichtsstunde können die Kinder dafür in die Betreuung des Vereins. In dem dafür neu hergerichteten Gebäude in der Gartenstraße 15 sind es 29 Kinder (Erst- und Zweitklässler), weitere 24 (Dritt- und Viertklässler) werden im Schulgebäude nebenan betreut.

Wie Blasberg sagt, legt der Verein Wert auf eine ganzheitliche Förderung der Kinder – so werde ihnen ein abwechslungsreiches Programm geboten: von Basteln über Fußball bis zu Lego. »In der Schule waren sie vier, fünf Stunden still, da können sie hier selbst entscheiden, was sie machen möchten.«

Die Räume in der Gartenstraße 15 sind erst seit diesem Schuljahr fertig. »Dadurch hat sich die Situation enorm entschärft, wir haben jetzt keine Wartelisten mehr«, sagt Robert Adolph, der beim Förderverein für die Betreuung zuständig ist.

Dass es nun neue Räume gibt, ist der Gemeinde zu verdanken, der das ehemalige Wohnhaus gehört und die sich um die Bauarbeiten gekümmert hat (zum Beispiel die Errichtung einer Brandschutztreppe), ungefähr 40 000 Euro sind laut Bürgermeister Adrian Roskoni in den Umbau investiert worden. Wie er zudem berichtet, hat die Gemeinde das Gebäude vor drei Jahren gekauft, lange Zeit war es ein reines Wohnhaus. Noch immer sind die zwei Wohnungen im Dachgeschoss vermietet. Die Gemeinde komme für die Betriebskosten der Betreuung auf. »Eine rein freiwillige Leistung«, wie der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Jürgen Pfannkuchen, sagt. Bereits 2016 habe seine Fraktion, die CDU, den Gemeindevorstand mit einem Antrag damit beauftragt, zu prüfen, ob es geeignete Immobilien für die Betreuung gebe – zumal die Zahl der Schüler stetig steigt. 2017 wurde ein runder Tisch ins Leben gerufen mit Vereinsmitgliedern, Schulleitung, Bürgermeister, CDU-Politikern und dem Wetteraukreis. Dieser ist für die Ausstattung des Gebäudes aufgekommen.

Den Kindern gefällt es in dem neuen Gebäude: Im Erdgeschoss sind Küche und Esszimmer, im ersten Stock die Spiel- und Bastelzimmer. Rund 150 Quadratmeter stehen zur Verfügung (zwei Dreizimmerwohnungen). Und auch die Verantwortlichen sind mit der Entscheidung zufrieden: Seit 2000 bietet der Förderverein die Betreuung an, Wöllstadt sei dadurch in einer guten Situation (in vielen anderen Kommunen werden Dienstleister engagiert). »Wenn die Gemeinde die Betreuung übernehmen würde, wäre es für die Eltern teurer«, sagt Roskoni. »So ist es die ideale Lösung.«

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