Ober-Wöllstädter Landfrauen sammeln Spenden für die Tafel

Wöllstadt (flj). Es ist Erntezeit und wie jedes Jahr zum Herbstbeginn danken die Menschen Gott dafür, dass die Ausbeute der Felder gut ausgefallen ist. In Ober-Wöllstadt hatte der Landfrauenverein für Sonntag zum Erntedankfest eingeladen – und knapp 100 Wöllstädter folgten dem Aufruf.

Am Freitag begann das Fest mit einem Gottesdienst in der St.-Stefanus-Kirche. Wie üblich sind dabei Spenden und Gaben gesammelt und vor dem Altar ablegt worden. Mehl, Zucker, Kartoffeln, Zwiebeln, Obst und Gemüse – eben alles, was sich länger hält – haben die Wöllstädter gespendet. In diesem Jahr ließen sich die Landfrauen etwas Besonderes einfallen und arrangierten das gespendete Obst und Gemüse in Herzform als Altarschmuck. Die gespendeten Gaben werden der FriedbergerTafel übergeben, die sie an Menschen verteilt, denen oft die Mittel für Essen fehlen.

Am Samstag gab es dann im Pfarrheim selbstgemachten Kuchen und Kaffee. Wer es lieber deftig mochte, kam am Nachmittag auf seine Kosten: Bei Handkäse mit Musik und Schlachtplatte wurde geschlemmt.

Neben etwas Ordentlichem im Magen konnten sich die Anwesenden im Pfarrheim bei einem Schätzspiel amüsieren. Es galt herauszubekommen, wie viel eine große Flasche mit Geldstücken wiegt. Keine leichte Aufgabe. Die Vorsitzende Judith Weilbächer sorgte zusammen mit ihren Frauen für das leibliche Wohl der Gäste. "Alles hier ist selbstgemacht. Ist doch Ehrensache", sagte sie. Man kenne sich und komme nicht nur wegen des guten Essens, so Weilbächer weiter.

So stand neben dem Schlemmen das gemütliche Beisammensein im Vordergrund. Generationsübergreifend wurde geplaudert. Seit knapp 25 Jahren gibt es den Verein der Landfrauen nun schon. Knapp 90 Wöllstädter Frauen gehören ihm an.

Die jüngste Landfrau ist Weilbächers Enkelin Johanna mit gerade einmal drei Jahren. "Schon meine Mutter war bei den Landfrauen. Es gehört einfach zur Tradition unserer Familien. Meine Enkelin bildet da keine Ausnahme", sagte die Vorsitzende lächelnd.

Neben dem Erntedankfest organisieren die Landfrauen über das ganze Jahr verteilt verschiedene Veranstaltungen, egal ob Faschings- oder Tanzgruppen, Kegeln oder das Schmücken des Osterbrunnens. "Bei uns gibt es immer etwas zu tun." Besonders stolz ist Weilbächer auf die Tanzgruppe "Happy Feet", die aus jungen Damen im Alter von 19 bis 35 Jahren besteht. Montags treffen sich die Landfrauen immer im Pfarrheim. "Wer kommen möchte, ist herzlich eingeladen", sagte Weilbächer. Auch Ausflüge, Diashows und Veranstaltungen, bei denen unter anderem Kochrezepte nachgekocht werden, stehen auf dem Plan der Landfrauen.

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