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Das Seniorenheim in Nieder-Wöllstadt wird zurzeit von einer Gesellschaft der Cura-Sana-Gruppe betrieben, die im vorläufigen Insolvenzverfahren ist. Ein Nachfolger sei aber bereits gefunden, berichtet der Bürgermeister.

Nachfolgelösung in Sicht

  • Sabrina Dämon
    vonSabrina Dämon
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Wöllstadt/Ranstadt (sda). Die Unternehmensgruppe Cura Sana, die Seniorenzentren betreibt, steht vor der Insolvenz. Im Wetteraukreis gibt es zwei Cura-Sana-Heime: in Nieder-Wöllstadt und in Ranstadt. Ein weiteres in Münzenberg ist bereits 2019 von einem anderen Betreiber übernommen worden.

Doch wie es vonseiten der jeweiligen Bürgermeister, Cäcilia Reichert Dietzel (Ranstadt) und Adrian Roskoni (Wöllstadt), heißt, müssen sich Bewohner, deren Angehörige sowie die Mitarbeiter in den Heimen keine Sorgen machen, der Betrieb gehe weiter, Nachfolgelösungen seien bereits in Aussicht.

In einer Pressemitteilung berichtet der vorläufige Insolvenzverwalter der Cura-Sana-Gruppe, es seien zehn Gesellschaften der Gruppe betroffen. Das Amtsgericht Limburg habe dem Antrag auf ein vorläufiges Insolvenzverfahren durch die Geschäftsführung zugestimmt. »Die Gesellschaften betreiben zusammen neun Altenpflegeheime sowie vier Tagespflegeeinrichtungen in Hessen und Baden-Württemberg.«

Zum Hintergrund sagt der Insolvenzverwalter: Neben dem Fachkräftemangel habe sich vor allem die Pandemie auf das Jahresergebnis ausgewirkt: »Bei gleichzeitig stark erhöhten Kosten für regelmäßige Corona-Testungen verzeichnete Cura Sana deutliche Umsatzeinbußen.«

Um die Auszahlung der Gehälter der 415 betroffenen Mitarbeiter sicherzustellen, werde Insolvenzgeld für die Monate Januar bis März beantragt.

Was die Wetterauer Betriebe angehe, sei eine Nachfolgelösung in Aussicht. Der Wöllstädter Bürgermeister Adrian Roskoni berichtet von einem Gespräch mit der Hausverwaltung des Nieder-Wöllstädter Pflegeheims. Demnach sei ein neuer Betreiber gefunden, der Vertrag solle bald unterschrieben werden, das Personal solle übernommen werden.

Für das Pflegeheim in Ranstadt mit insgesamt 72 Plätzen sei auch eine Lösung gefunden worden, sagt Bürgermeisterin Cäcilia Reichert-Dietzel.

Wie Kira König von der für Ranstadt zuständigen Immobilienverwaltung WI-Hausverwaltung berichtet, gebe es bereits einen neuen Betreiber. »Wir warten nur auf grünes Licht des Insolvenzverwalters«. Wenn alles klappe, könne der Betrieb nahtlos weiterlaufen, das Personal solle übernommen werden, für die Bewohner ändere sich nichts.

In Münzenberg gab es zwar ein von Cura Sana betriebenes Heim, der Betreiber hat allerdings schon vor knapp zwei Jahren gewechselt. Wie Bürgermeisterin Dr. Isabell Tammer sagt, ist das Pflegeheim im April 2019 von der »Dorea-Gamma-Familie« übernommen worden. Insofern sei der Betrieb aus Sicht der Außenstehenden normal und übergangslos weitergelaufen. Auch das Personal habe sich nicht wesentlich verändert.

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