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Die Schulwiese ist nach Ansicht der Vereine ein guter Standort für eine neue Sporthalle.

Machbarkeitsstudie für Neubau

  • vonUdo Dickenberger
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Wöllstadt (udo/hed). Der Wöllstädter Haupt- und Finanzausschuss befürwortete bei seiner jüngsten Sitzung in der Römerhalle den bereits im Juni 2019 eingebrachten Antrag der CDU-Fraktion, der Gemeindevorstand möge eine Machbarkeitsstudie zum Bau einer Sport- und Kulturhalle erstellen - auch die Mehrheit eine kombinierte Sport- und Kulturhalle nicht favorisiert.

Zudem herrscht die Ansicht vor: Erst das neue Rathaus, dann die Halle.

Einen FWG-Antrag für die Planung einer Sport- und Kulturhalle hatte die CDU noch im November abgelehnt. Der Neubau zweier Großprojekte übersteige die finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde.

Zu berücksichtigen seien bei der Machbarkeitsstudie der Nutzungsbedarf, die Verkehrsanbindung, die Größe, die Nachbarschaft, die Eignung der Fläche, die Finanzierung, die Folgekosten und die klimaneutrale Bauweise.

Bürgermeister Adrian Roskoni (parteilos) berichtete von der Befragung der interessierten Vereine in vier Sitzungen - »endlich«, hieß es dazu von der FWG, die seit Wochen auf derartige Auskünfte drängt. Wie Roskoni sagte, würden die Vereine die gemeindeeigene Schulwiese als Standort bevorzugen. Die meisten Beteiligten seien für eine reine Sporthalle. Favorisiert wurde eine Zweifeldhalle Sie könnte fünf Millionen Euro kosten, während die Kosten einer Einfeldhalle drei Millionen und die Kosten einer Dreifeldhalle sieben Millionen Euro betragen könnten. Eine Beteiligung des Kreises sei abzusehen.

Abgelehnt wurde der Vorschlag von Mitgliedern der FWG-Fraktion, der Gemeindevorstand möge prüfen, ob nach der neuen Brandschutzordnung noch alle Veranstaltungen im Bürgerhaus stattfinden können. Falls nicht, sei eine Erweiterung zu überprüfen. Falls dies nicht möglich sei, soll mit der Planung für einen Neubau begonnen werden. Vor allem die Schulwiese soll als Standort berücksichtigt werden. Auch über das Gewerbegebiet und den Park-and-Ride-Platz sei als Standort nachzudenken. Geprüft werden soll, ob ein Gebäude günstiger ist als zwei Gebäude. Ebenso wurde der Antrag der FWG einer kurzfristigen Befragung der Vereine zum Neubau einer Sport- und Kulturhalle abgelehnt.

Entwidmung von Feldwegen

Weiter sprach sich der Ausschuss für vier Vorhaben der CDU-Fraktion aus, die mit Geldern aus der »Hessenkasse« finanziert werden können. Erstens soll der Weg zu den Nieder-Wöllstädter Angelteichen saniert werden. Roskoni zufolge teilt die Untere Naturschutzbehörde mit, dass eine Versiegelung nicht möglich ist. Es sei an Rasengittersteine zu denken. Sebastian Briel (FWG) klagte über eine mangelnde Kooperation bei der Abstimmung der Anträge.

Zweitens wurden verkehrsberuhigende Maßnahmen bei den Schulen, den Kitas und auf der Höhe des Nahversorgers befürwortet. Des Weiteren wurde die energetische Sanierung des kommunalen Anwesens Taunusring 2 ins Spiel gebracht. Und viertens wurde der Umsetzung des Spielplatzkonzepts zugestimmt.

Das Gremium befürwortet die Entwidmung nicht mehr vorhandener Feldwege. Auch in der Gemarkung »An der Herberge« könnte eine Fläche entwidmet werden. Im Ausschuss bleibt diese Entwidmung mit einem Weg, an dem eine Brücke kostenaufwendig saniert werden müsste. Ein Kaufinteressent ist vorhanden. Auf den Weg kann die Gemeinde verzichten, da im Zuge der Ortsumgehung ein Wirtschaftsweg in der Nähe angelegt wurde.

Gutgeheißen wurde der CDU-Antrag, der Gemeindevorstand möge prüfen, ob das Portal »openPetition« eine Bürgerbeteiligung ermöglichen kann. Es wäre dann möglich, mit Anliegen an das zuständige Gremium oder den Bürgermeister heranzutreten. Laut Roskoni liegt in Wöllstadt das Quorum, um eine Aufnahme in die Tagesordnung zu erreichen, bei 230 Stimmen.

Bejaht wurde der geänderte CDU-Antrag, der Gemeindevorstand möge prüfen, ob Flächen sich für eine Hundewiese eignen. FWG-Chef Briel fragte nach der Pflege, die bei einer intensiven Nutzung erforderlich sei.

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