hed_udo_kita_100721_4c
+
Die Kosten für die Kinderbetreuung - hier die Kita Abenteuerland Nieder-Wöllstadt - werden steigen. Wenn auch nicht so stark, wie sie laut Satzung eigentlich müssten.

Nur 3 Prozent

Kita-Gebühren in Wöllstadt müssten eigentlich deutlich steigen

  • VonUdo Dickenberger
    schließen

Der Haupt- und Finanzausschuss hat die Erhöhung der Kita-Gebühren um 3 Prozent befürwortet, die der Gemeindevorstand vorgeschlagen hatte. Die Eltern werden benachrichtigt, hieß es bei der Sitzung im Bürgerkeller.

Die genauen Zahlen sollen nachgeliefert werden. Das letzte Wort hat die Gemeindevertreterversammlung, die am Donnerstag um 20 Uhr in der Römerhalle tagt.

Infolge von Gebührenausfällen wird das Defizit im Vergleich zu den Vorjahren deutlich steigen, erfuhren die Ausschussmitglieder. Wenn die Eltern der Kita- und Krippenkinder hieran in dem satzungsgemäß festgelegten Ausmaß von 25 Prozent beteiligt würden, müssten die Betreuungsgebühren für das kommende Kita-Jahr in erheblichem Ausmaß angehoben werden. »Eine solche Erhöhung der Kostenbeiträge ist keinem zuzumuten«, hieß es. Daher hatte die Verwaltung vorgeschlagen, die Kostenbeiträge des nächsten Kita-Jahres pauschal um 3 Prozent zu erhöhen. Für ein Betreuungsmodul beträgt die Beitragserhöhung 6,57 Prozent: Das Grundmodul im Krippenbereich, welches in den vergangenen Jahren, gemessen an den einstündigen Betreuungsmodulen und deren Beiträgen, einen reduzierten Kostenbeitrag ausgelöst hat, wird linear angepasst.

Wöllstadt: Zusätzliche Bürocontainer für die Verwaltung

Christof Westerfeld betonte den hohen Anteil der Kita-Kosten am Etat der Kommune. Bürgermeister Adrian Roskoni schätzte, dass mit dem Antrag eine Deckung von etwa 20 Prozent erreicht wird. Es wurden genaue Zahlen gefordert, die noch geliefert werden sollen. Transparenz solle hergestellt werden.

Empfohlen wurde ferner der Antrag der Mehrheitsfraktion FWG, für die Gebäude der Gemeinde auf zertifizierten Öko-Strom umzustellen. Die Verwaltung hat die Preise erfragt. Die Mehrkosten seien überschaubar.

Der Ausschuss befürwortet den Antrag des Gemeindevorstands, zusätzliche 35 000 Euro für den Erwerb von Bürocontainern für die Verwaltung zu bewilligen. Beschlossen waren seit November 2020 bereits 85 000 Euro, »doch die Preise ziehen stark an«, wie Bürgermeister Roskoni sagte. Er erläuterte die bedrängte Raumsituation. Die Container seien zwingend erforderlich. Die Kosten stiegen von Tag zu Tag. Hingewiesen wurde auf das Homeoffice und auf räumliche Möglichkeiten wie das Alte Rathaus. Roskoni warnte jedoch davor, die Verwaltung weiter zu »zersplittern«. Die Container würden zudem nach der Nutzung einen Wert darstellen.

Wöllstadt: Sperrmüll umsonst?

Die CDU schlug regelmäßige kostenlose Sperrmülltermine und eine Reduzierung der sonstigen Sperrmüllgebühren vor. Für das Beseitigen von wild gelagerten Abfällen soll eine Verwaltungsgebühr von 500 Euro erhoben werden. Der Ausschuss stimmte dem Antrag zu. Fragen galten den Kontrollmöglichkeiten. Kostenloser Sperrmüll könnte zu Mülltourismus führen. Eine Satzungsänderung scheint erforderlich zu sein.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare