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Lydia Schüffler musiziert gerne, unter anderem spielt sie die Bassblockflöte.

Jüngste für Musik begeistern

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Wöllstadt (pm). Der Musikverein Ober-Wöllstadt bietet bereits seit geraumer Zeit Musikunterricht für die ganz Kleinen an. Schon im achten Jahr werden vier- und fünfjährige Kinder durch Lydia Schüffler in verschiedenen Früherziehungs- und Instrumentalgruppen zur Musik hingeführt. Die Erzieherin erläutert ihre Motivation: »Mein Traum ist es, die Jüngsten für Musik zu begeistern und sie bis zum Instrumentalunterricht zu begleiten;

im Idealfall vom Eltern-Kind-Kurs bis zum gut ausgebildeten Schüler am Instrument. Dabei versuche ich, die Musik als Schlüssel zur Entspannung zu vermitteln und nicht als lästige Pflichtübung.«

Kontakt halten mit kleinen Aufgaben

Die Pandemie allerdings unterbrach dieses Ansinnen jäh. Kontakt zu den Kindern der musikalischen Früherziehung zu halten, gestaltete sich sehr schwierig, ist es doch online nicht zufriedenstellend machbar. Den Kindergartenkindern ließ Schüffler kleine Aufgaben zukommen, wie zum Beispiel ein Foto davon zu zeigen, wie sie sich während der Pandemie beschäftigen, oder ein Bild zu malen von dem jeweilig letzten Thema.

Die Instrumentalschüler wurden über die gesamte Zeit mit Videos, Aufgaben und Übungen versorgt. Manches konnte dabei aufgefangen werden, jedoch ersetzte es nicht den Präsenzunterricht, wie der Verein betont.

Teilweise durfte im vergangenen Herbst mit Hygienekonzept wieder unterrichtet werden. Schüffler berichtet: »Besonders in der Früherziehung war das aufwendig, weil die Abstände bei Kindergartenkindern nicht so gut einzuhalten sind. Singen war nicht mehr oder nur noch sehr eingeschränkt mit Masken und sehr großen Abständen möglich. Alle Gegenstände, wie beispielsweise Schlägel für die Xylophone, mussten ständig desinfiziert werden.« Dieser Unterricht endete aber schon kurz darauf, nämlich im Oktober 2020.

Bald wieder Gruppenkurse

Inzwischen kann der Einzelunterricht wieder stattfinden. Trotz aller Einschränkungen sind alle bemüht, das Beste daraus zu machen. Viel Unterstützung erhält die Musikpädagogin vom Musikverein, übernimmt er doch die gesamte Organisation und Verwaltungsarbeit. Dabei stehen Verein und Musiklehrerin im ständigen Austausch und beraten sich gegenseitig. Die Hoffnung ruht auf den weiterhin sinkenden Inzidenzen, die alsbald die Fortsetzung der Gruppenkurse ermöglichen. Schüffler: »Mir fehlen die Kinder sehr, und ich hoffe, dass es bald weitergeht. Ich bin vorbereitet und freue mich sehr darauf, alle wiederzusehen.«

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