FWG und SPD für mehr Beigeordnete

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Wöllstadt (pm/dab). Die neu gewählten Fraktionen der SPD und der FWG wollen die Anzahl der ehrenamtlichen Beigeordneten im Gemeindevorstand von fünf auf sechs erhöhen. Damit solle der Brügerwille in allen Gremien vertreten sein, heißt es in einer Pressemitteilung der FWG. Ein entsprechender Antrag soll in der nächsten Gemeindevertretersitzung behandelt werden.

In der Begründung des gemeinsamen Antrags heißt es: »Die Fraktionen der FWG und SPD stellen in der Gemeindevertretung eine Mehrheit. Gemeinsam haben FWG und SPD einen Stimmenanteil von 60,1 Prozent. Die Wöllstädterinnen und Wöllstädter haben den beiden Fraktionen einen Auftrag und das Vertrauen für diese Legislaturperiode übertragen.« Mit der beantragten Änderung der Hauptsatzung solle auch im Gemeindevorstand dieser Bürgerwille vertreten werden können.

Zum Hintergrund: Zurzeit besteht der Gemeindevorstand aus fünf ehrenamtlichen Beigeordneten plus hauptamtlichem Bürgermeister. Zwar wird auch die Besetzung dieses Gremium nach dem Hare-Niemeyer-Verfahren berechnet, das bedeutet, dass jede Fraktion proportional so viele Sitze erhält, wie sie Wählerstimmen errungen hat. Sollten nun alle Gemeindevertreter für ihre jeweilige Liste stimmen, würde die FWG zwei Mandate bekommen, die SPD eins und die CDU zwei - das wären für FWG und SPD zusammen exakt 60 Prozent.

Hinzu kommt aber noch der Bürgermeister, in diesem Fall Adrian Roskoni (parteilos). Falls dieser, so argumentieren FWG und SPD, mit der CDU stimme, habe diese eine Mehrheit, da bei einem Patt die Bürgermeister-Stimme den Ausschlag gebe, Mit Erhöhung der Beigeordneten würde die FWG ein Mandat dazu erhalten und hätte zusammen mit der SPD eine Mehrheit von vier Stimmen.

»Uns geht es nicht darum, einen Posten mehr zu besetzen«, sagt FWG-Vize-Fraktionsvorsitzender Udo Schäfer. Viel wichtiger sei, auch im Gemeindevorstand den Willen der Mehrheit der Wähler zu vertreten.

Weil ein Beigeordneter mehr auch mehr Aufwandsentschädigung bedeute, wolle die FWG der Gemeinde regelmäßig Spenden überreichen, damit dieser kein finanzieller Nachteil entstehe.

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