200 Ehrenamtler gestalten 28. Weihnachtsmarkt

Wöllstadt (sky). Auch die Wöllstädter haben wieder Weihnachtsmarkt gehalten. 200 Ehrenamtler aus Kirche und Vereinen schlugen Buden und Stände auf. Die Stimmung war wie stets sehr ausgelassen.

»Als wir vor 28 Jahren unseren ersten Weihnachtsmarkt rund um die St. Stefanuskirche organisierten, zählten wir im Umkreis von 30 Kilometern zu den Wenigen, die so etwas auf die Beine stellten«, sagte Peter Grundhöfer, Vorsitzender des Pfarrverwaltungsrats der Kirchengemeinde. Am Samstag trafen sich wieder Jung und Alt zu dem vorweihnachtlichen Ereignis am Fuße des Kirchturms, um zu schlendern und zu plaudern, sich kulinarisch verwöhnen zu lassen, oder ein adventliches Accessoire (und vielleicht auch ein Weihnachtsgeschenk) zu ergattern.

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Rund 200 Ehrenamtliche aus Kirchengemeinde und Vereinen hatten sich wieder einmal kräftig ins Zeug geworfen, um Buden und Zelte, Tische und Bänke aufzustellen und alles für die erwarteten Gäste vorzubereiten. Die Erstkommunionkinder hatten ihre Waffeleisen mitgebracht, und der Frauenchor lockte mit Fischbrötchen und Schmalzbroten. Der Musikverein sorgte für musikalische Unterhaltung, und am Stand des Karnevalvereins duftete es nach Pommes.

»Hier arbeiten Kirche und Vereine perfekt zusammen, und das ist von Anfang an so gewesen«, erklärte Dirk Weis vom Pfarrgemeinderat. Zu verdanken habe man dies dem ehemaligen Pfarrer Norbert Sittel.

Dessen Idee, einen Weihnachtsmarkt zu veranstalten, entstand aus der Notwendigkeit, die alte Orgel im Gotteshaus aus dem Jahr 1754 zu erneuern. Doch es fehlte am notwendigen Geld. Aus den Reinerlösen des Marktes gelang es, das Orgelkonto so weit aufzufüllen, dass schließlich eine neue »Königin der Instrumente« eingebaut werden konnte. »Eine so enge Zusammenarbeit, wie wir sie hier haben, gibt es selten«, meinte Grundhöfer. Trotz eigenen Helfermangels würden sich die Vereine immer noch zuverlässig für die Kirchengemeinde engagieren, ohne einen einzigen Cent dafür zu beanspruchen. Inzwischen ist die Orgel bezahlt, und aus den Erlösen konnten Rücklagen für die bevorstehende große Wartung gebildet werden. »Außerdem blieb noch etwas Geld übrig, das wir für die Anschaffung von Möbeln im Gemeindehaus und für eine Treppensanierung verwenden konnten«, sagte Grundhöfer.

»Als am Nachmittag der Nikolaus kam, war der Platz um die Kirche voller Kinder«, freute sich auch Norbert Braun, der jetzige Gemeindepfarrer von Ober-Wöllstadt. Das ideale Wetter in diesem Jahr hätte zudem auch viele neue Gäste angelockt. Und wem es trotz Glühwein zu kalt wurde, der fand ein warmes Plätzchen im großen Zelt. Hier konnte man Nachmittags bei Kaffee und Kuchen ins Gespräch kommen, am Abend ließen erlesene Weine und eine appetitlich angerichtete Käseplatte die Herzen höher schlagen.

»Ich war heute zum ersten Mal hier und wurde gleich so herzlich empfangen, dass ich im nächsten Jahr bestimmt wiederkommen werde«, meinte ein Besucher von außerhalb. »Hier habe ich echte Gastfreundschaft und Herzlichkeit erlebt, die nicht überall selbstverständlich ist.«

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