Das ehemalige DRK-Heim in der Wiesengasse soll nach dem Willen des Parlaments nun doch verkauft werden. FOTO: UDO
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Das ehemalige DRK-Heim in der Wiesengasse soll nach dem Willen des Parlaments nun doch verkauft werden. FOTO: UDO

DRK-Haus wird verkauft

  • vonUdo Dickenberger
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Wöllstadt(udo). Der Neubau des Rathauses und der Wunsch der Freien Wähler nach einer Sport- und Kulturhalle bestimmen weiter die Tagesordnung der Gemeindevertreterversammlung. Auch in der Sitzung am Mittwoch.

Seit einigen Jahren ist eine beengte Arbeitsplatzsituation im Rathaus vorhanden. Um die Situation bis zum Bau eines neuen Rathauses zu überbrücken, sollen auf der Parkplatzfläche im Bereich des Verwaltungsgebäudes Bürocontainer aufgestellt werden. Die Anlage besteht aus sechs Containern, davon sind vier für Büronutzung und zwei als Flur vorgesehen.

Im nächsten Jahr soll wieder eine Azubi-Stelle besetzt werden. Für eine weitere Stelle im Hauptamt läuft derzeit das Einstellungsverfahren.

Bürgermeister Adrian Roskoni erläuterte, eine Nutzung des Bürgerkellers für Arbeitsplätze der Gemeindeverwaltung sei aus arbeitsschutzrechtlichen Gründen nur mit großem Aufwand realisierbar. Das Alte Rathaus werde von Vereinen genutzt und habe noch nicht einmal einen Telefonanschluss. Der Antrag der FWG zu einer Überweisung in den Ausschuss wurde von der CDU-Mehrheit abgelehnt.

Auf eine Anfrage der Freien Wähler antwortete Roskoni, der geplante Info-Abend mit den Vereinen zum Bedarf einer Sport- und Kulturhalle habe noch nicht stattfinden können. Eine Machbarkeitsstudie würde ca. 10 000 Euro kosten.

Ein weiteres Thema war der Verkauf des ehemaligen DRK-Gebäudes in der Wiesengasse in Nieder-Wöllstadt. Den hatte die Gemeindevertretung im Februar 2017 beschlossen. Das Gebäude sollte über ein Bieterverfahren verkauft werden. Der Startpreis lag bei 70 000 Euro. Mit einer ersten Interessenbekundung liegen mehrere Anfragen vor.

Bei diesem Beschluss bleibt es. Er wurde überraschend nicht aufgehoben, wie es der Gemeindevorstand zunächst vorgeschlagen hatte. Denn zwischenzeitlich erreichte die Gemeinde eine Anfrage wegen einer Anmietung. Es handelt sich um die Ansiedlung eines ambulanten Pflegedienstes, welcher auch nach Rücksprache mit der Sozialstation als interessantes Angebot für Wöllstadt gesehen wurde. Das Gebäude sollte im Besitz der Gemeinde bleiben und jährlich eine Einnahme an Kaltmiete von 9600 Euro bringen, so der Antrag.

Arztpraxis soll umziehen

Der Bebauungsplan für ein Grundstück in Ober-Wöllstadt, Sudetenstraße, wurde geändert. Derzeit ist keine vernünftige Bebauung des Grundstücks möglich. Die verkürzte Lage des Bebauungsfensters entlang der Hanauer Straße stammt aus der einzuhaltenden Abstandsfläche zur damaligen Bundesstraße. Da die nicht mehr durch Ober-Wöllstadt führt, kann das Bebauungsfenster optimiert werden.

Gemäß Angaben der Antragsteller soll auf dem Grundstück ein Mehrfamilienwohnhaus mit einer (bereits ortsansässigen) Arztpraxis im Erdgeschoss entstehen.

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