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Umfangreiche Sanierungsarbeiten in der Gießener Straße: Zur grundhaften Erneuerung kommt noch die Neuverlegung von Kanälen und Wasserleitungen.

Begrenztes Chaos

  • vonUdo Dickenberger
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Wöllstadt (udo). Bei den Arbeiten in Ober-Wöllstadts Gießener Straße werden neben der grundhaften Erneuerung der Straße auch Wasserleitungen und Kanäle erneuert. Die Baustelle erstreckt sich von der Kreuzung Homburger/Hanauer Straße bis zum Ortsausgang in Richtung Friedberg. Die Homburger Straße (Kreisstraße 11) in Richtung Rosbach bleibt befahrbar.

Bis Ende 2022 wird Ober-Wöllstadt von Friedberg aus nur über die Bundesstraße 3 und die Kreisstraße 11 erreichbar sein.

Bürgermeister Adrian Roskoni (parteilos) berichtet auf Anfrage, die Maßnahmen seien angelaufen und eine Vollsperrung eingerichtet worden. An den ersten Tagen herrsche erfahrungsgemäß immer Chaos, doch diesmal halte es sich noch in Grenzen. Der Pkw-Verkehr suche sich noch den Weg durch die Gemeindestraßen, doch das sei schwer zu unterbinden.

Der Schleichverkehr am Kindergarten nehme langsam ab. In zwei Wochen würden die Smiley-Blinker, die aufgestellt wurden, ausgewertet. Dann werde man weitersehen. Das größte Problem bestehe im Verkehr im Bereich des Kindergartens Sankt Stefanus und der Schule. Längs- und Markierungsbalken seien am Gartenausgang des Kindergartens ausgelegt worden. Mit der Kita-Leitung werde geklärt, ob ein Parkverbot an der Kindertagesstätte eingerichtet werde. Doch dann werde die Situation zwar übersichtlicher, aber der Verkehr auch schneller.

Die Baustelle befindet sich im Moment zwischen dem Wiesenweg und der Obergasse. Sie werde Richtung Ortsausgang Friedberg wandern. In drei Abschnitten würden jeweils die Hauptkanäle Kanal und Wasser, die Hausanschlüsse Kanal und Wasser, die Gehwege und die Bushaltestellen bearbeitet. Knapp vier Millionen Euro würden bis Ende 2022 ausgegeben. Schon die Auftragssumme belege das Volumen der Maßnahmen. Wenn man bedenke, dass die Wasserleitung von 1928 sei, leuchte ein, dass die Leitungsinfrastruktur große Maßnahmen erfordere.

Paralleler Glasfaserausbau

Die Verkehrsgesellschaft Oberhessen (VDG) benutze in den Stoßzeiten des Schulverkehrs die Ortsumgehung und fahre in die Ortsteile hinein. Außerhalb der Stoßzeiten gebe es Pendelbusse. Das Umsteigen erfolge am Bahnhof. Wenn die VGO feststelle, dass die Kleinbusse im Pendeverkehr nicht ausreichen, könne sie flexibel reagieren.

Problematisch werde es, wenn die Kreuzung Hanauer/Homburger/Gießener Straße erreicht werde. Die Umleitung für Pkw erfolge über die klassifizierten Straßen. Der Glasfaserausbau verlaufe parallel. Die Arbeiten sollen bis Ende des nächsten Jahres abgeschlossen sein. Mit dem Voranschreiten der Arbeiten werde sich zeigen, ob der Verkehr auf den Feldwegen zunimmt.

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