Für Befragung der Vereine

  • vonRedaktion
    schließen

Wöllstadt (pm). Bereits im Frühjahr wurden die Wöllstädter Vereine insbesondere zu einer neuen Sporthalle befragt. Die Rückmeldungen liegen der Verwaltung vor. »Bürgermeister Roskoni hat bereits mehrfach betont, dass zur Auswertung noch Gespräche mit den Vereinen zu führen sind. Das unterstützen wir zu 100 Prozent. Wir wollen, dass die Vereine bei diesen Zukunftsprojekten von Anfang an beteiligt werden«, teilt der FWG-Fraktionsvorsitzende Sebastian Briel mit.

Zwischenergebnisse nicht gezeigt

Nicht nachvollziehen könne die FWG, warum Adrian Bürgermeister Roskoni die »Zwischenergebnisse« den Fraktionen nicht zeigen wolle. Die FWG habe deshalb in der jüngsten Haupt- und Finanzausschusssitzung einen Dringlichkeitsantrag zur Vereinsbeteiligung gestellt: »Der Gemeindevorstand wird beauftragt kurzfristig eine ergänzende schriftliche Befragung aller Vereine durchzuführen. Das angedachte Gespräch bzw. der Info-Abend mit den Vereinen findet trotz der weiteren Befragung wie geplant statt. Der Gemeindevorstand prüft, ob dies auch per Video-Konferenz (zum Beispiel Webex) oder als Telefonkonferenz stattfinden kann«, heißt es in dem Antrag. Trotz Lockdown könnten so die offenen Fragen mit den Vereinen besprochen werden. Die Freien Wähler seien überzeugt, dass die ergänzende Befragung unumgänglich ist, da die Vereine bis jetzt nicht zu der neuen Situation mit dem Brandsicherheitskonzept befragt worden seien.

»Die Befragung wurde bereits im Frühling durchgeführt und den Vereinen wurde zu diesem Zeitpunkt das neue Brandschutzkonzept noch nicht präsentiert. Hier dürfte sich bei Vereinen, die Veranstaltungen durchführen, die Situation mit dem neuen Brandschutzkonzept noch mal dramatisiert haben«, sagt FWG-Gemeindevertreterin Bianca Best. Die FWG schlägt vor, dass die Gemeinde insbesondere abfragt, ob die Vereine eine Sporthalle, eine neue Bürgerhaushalle oder beides benötigen und wie groß diese neuen Hallen sein müssten. In der FWG-Bürgerbefragung sei der Wunsch nach diesen Zukunftsprojekten sehr groß gewesen: Sehr wichtig oder wichtig sei eine neue Sporthalle (90 Prozent) und eine neue Bürgerhaushalle für Kultur (80 Prozent), teilt die FWG mit. Da die Gemeinde in dem Förderprogramm Lebendige Zentren circa 12 Millionen Euro für solche Zukunftsprojekte zur Verfügung habe, ist die FWG davon überzeugt, dass beide Hallen in den nächsten Jahren realisiert werden können.

Keine Mehrheit für Eilantrag

Um diesen Antrag zu beschließen, hätte der Haupt- und Finanzausschuss ihn mit Zweidrittelmehrheit auf die Tagesordnung setzen müssen. »Eigentlich ist es üblich, dass ein solcher Dringlichkeitsantrag zumindest auf die Tagesordnung genommen wird, damit dann in dem Gremium das Für und Wider beraten wird«, erklärte Briel. Mit der CDU-Mehrheit sei dies abgelehnt und der Antrag wurde noch nicht mal besprochen worden. Bürgermeister Roskoni habe der FWG unterstellt, dass sie dieses Thema nur wegen der anstehenden Kommunalwahl anspreche. »Wir bleiben an dem Thema am Ball, weil es unglaublich viele Menschen in unserer Gemeinde betrifft«, so die FWG abschließend.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare