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20 Bauplätze in Ober-Wöllstadt warten

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Stellen das Neubaugebiet »Ilbenstädter Weg II« vor (v.l.): Bauamtsleiter Daniel Wendt, Bürgermeister Adrian Roskoni und Vermessungsingenieur Hans-Lothar Lortz.
Stellen das Neubaugebiet »Ilbenstädter Weg II« vor (v.l.): Bauamtsleiter Daniel Wendt, Bürgermeister Adrian Roskoni und Vermessungsingenieur Hans-Lothar Lortz. © Jürgen W. Niehoff

Wöllstadt (jwn). Die rund 6600 Einwohner zählende Gemeinde Wöllstadt wächst und wächst. Nachdem erst vor Kurzem Bürgermeister Adrian Roskoni (parteilos) das Baugebiet »Weingärten II« in Nieder-Wöllstadt zur Vermessung freigegeben hatte, rückten die Vermessungsfachleute nun ein zweites Mal an.

Dieses Mal galt es, das rund 2,3 Hektar große Feldstück am südöstlichen Rande von Ober-Wöllstadt für das weitere Bauordnungsverfahren zu vermessen. »Ilbenstädter Weg II« soll das Neubaugebiet heißen. Ab diesem Dienstag sollen 20 Bauplätze, alle zwischen 450 und 600 Quadratmeter groß, zum Verkauf angeboten werden. Interessenten können sich von da an auf der Homepage der Gemeinde ihr Grundstück aussuchen und reservieren lassen.

Ob sie den Zuschlag erlangen, wird jedoch erst im Herbst nach Sichtung aller Bewerbungen von der Gemeinde entschieden. Denn Vorrang haben Wöllstädter Bürger. Auch wenn der Verkaufspreis noch nicht endgültig feststeht (die Gemeindevertretung hat das letzte Wort) schwebt Roskoni ein Preis um die 220 Euro je Quadratmeter vor. »Der Preis versteht sich inklusive der Erschließungskosten und ist etwas günstiger als im Neubaugebiet ›Weingärten II» in Nieder-Wöllstadt«, sagt er. Schließlich habe Ober-Wöllstadt im Vergleich zu Nieder-Wöllstadt keinen eigenen S-Bahn-Anschluss.

Während in Nieder-Wöllstadt die Archäologen schon an der Arbeit sind, rechnet Roskoni im neuen Baugebiet mit Mitte August, bis sie auch in Ober-Wöllstadt mit ihren Grabungen beginnen. Sechs bis acht Wochen sind dafür veranschlagt, »vorausgesetzt, sie finden keine römische Villa oder das Grab eines Keltenfürsten. Dann können die Grabungen sich ausdehnen«.

Danach folgt die Erschließung, die über die Straße »Am Römerhof« erfolgen soll. Nach Aussage Roskonis ist für das Neubaugebiet ein Abwasser-Trennsystem für Regen- und Schmutzwasser vorgesehen, damit keine Engpässe in der bestehenden Kanalisation entstehen. Der Baubeginn für die Eigenheimbesitzer dürfte dann im August/September 2015 liegen. Die ersten Grundstückskaufverträge sollen allerdings schon Ende dieses Jahres unterschriftsreif sein. »Wenn die beiden Baugebiete auf den Weg gebracht und alle Grundstücke verkauft sind, nehmen wir das dritte Baugebiet in Angriff«, sagt Roskoni. Das liegt ebenfalls in Ober-Wöllstadt, nördlich der Marienstraße, und trägt den Namen »Am Bildstock«.

Dieses dritte Neubaugebiet hat mit 4,5 Hektar eine ähnliche Größe wie das in Nieder-Wöllstadt und wird voraussichtlich über 70 Bauplätze verfügen.

Rokoni erklärt auch, warum die Gemeinde die Baugebiete nacheinander und auch nur schrittweise erschließt und veräußert: »Wir machen das alles in Eigenleistung, ohne einen Bauträger dazwischenzuschalten. Das macht die Grundstücke zum einen billiger, zum anderen bleiben wir stets Herr über das Geschehen.« Ob die beiden Ortsteile irgendwann einmal zusammenwachsen, daran will Roskoni derzeit noch nicht denken. Dafür müsste erst der Flächennutzungsplan geändert werden. Es bleibe zudem abzuwarten, wie die sich im Bau befindliche Umgehungsstraße B 3a auswirkt, die die beiden Ortsteile künftig durchschneiden wird.

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