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Das erst 2018 gebaute Seniorenheim in Nieder-Wöllstadt hat einen neuen Betreiber. Ansonsten ändert sich für die Bewohner zunächst kaum etwas - die Mitarbeiter der insolventen Cura-Sana-Gruppe werden alle übernommen.

Aus Cura Sana wird Kursana

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Wöllstadt (hed/pm). Ein neuer Betreiber für das Seniorenheim in Nieder-Wöllstadt ist gefunden. Kursana, Betreiber von über 100 Pflegeeinrichtungen, hat von der insolventen Cura-Sana-Unternehmensgruppe (Bad Camberg) den Betrieb der erst vor drei Jahren eröffneten Pflegeeinrichtung übernommen. Das Haus wird zukünftig als Kursana Domizil Wöllstadt neu geführt.

Die rund 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Einrichtung würden dabei alle von Kursana übernommen, betont das Unternehmen. Auch die Angehörigen und Bewohner seien bereits informiert.

Das zweite Cura-Sana-Haus im Wetteraukreis in Ranstadt wird von »MENetatis« weitergeführt (die WZ berichtete).

Die Cura-Sana-Gruppe hatte zuletzt neun Altenpflegeheime sowie vier Tagespflegeeinrichtungen in Hessen und Baden-Württemberg betrieben. Neben dem Fachkräftemangel habe vor allem die Pandemie zur Pleite beigetragen, hieß es vonseiten des Insolvenzverwalters. »Bei gleichzeitig stark erhöhten Kosten für regelmäßige Corona-Testungen verzeichnete Cura Sana deutliche Umsatzeinbußen.« Das Haus im Nieder-Wöllstädter Neubaugebiet »In den Weingärten« unweit der Ortsumgehung verfügt über 64 Pflegeplätze in fünf kleinen Wohngruppen, allesamt in Einzelzimmern. Es wurde erst 2018 eröffnet. »Das Kursana Domizil in Wöllstadt bietet mit seinen Einzelzimmern in kleinen Wohngruppen und abwechslungsreichen Angeboten der Einzel- und Gruppenbetreuung den Bewohnerinnen und Bewohnern eine sichere Umgebung mit familiärer Atmosphäre. Viele Betreuungskräfte sind bereits langjährige Mitarbeiter«, sagt Jutta Vortkamp, zuständige Regional-Geschäftsführerin für diesen Standort bei Kursana. Man freue sich aber über weitere Bewerbungen für die Tätigkeit in der Pflege.

Häuser in Büdingen und Bruchköbel

Der zuständige Insolvenzverwalter, Rechtsanwalt Dr. Peter Theile aus Limburg, nennt Kursana laut der Pressemitteilung einen »guten Käufer«, Er freue sich, auf diese Weise zum Erhalt der Arbeitsplätze, aber auch der Pflege der Bewohner in der Region beitragen zu können.

Kursana betreibt bereits 17 Einrichtung in Hessen, etwa in Büdingen und Bruchköbel, ebenso in Königstein und Frankfurt. Das 1985 gegründete Unternehmen beschäftigt rund 850 Mitarbeiter. Deutschlandweit sind es 6800 Mitarbeiter, die sich in 116 Einrichtungen in Deutschland, Österreich, Schweiz, Estland und Italien um 13 600 Senioren kümmern.

Kursana ist ein Unternehmen der Dussmann Group mit Sitz in Berlin.

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