Was wird aus der Kläranlage? Mit dieser Frage beschäftigen sich die Gemeindevertreter in den kommenden Wochen. FOTO: NIC
+
Was wird aus der Kläranlage? Mit dieser Frage beschäftigen sich die Gemeindevertreter in den kommenden Wochen. FOTO: NIC

Die Zukunft des Sees

  • Sabrina Dämon
    vonSabrina Dämon
    schließen

Wölfersheim(sda). Was wird aus der Wölfersheimer Kläranlage? Und wie lässt sich der Zustand des Sees verbessern? Mit diesen Fragen werden sich die Gemeindevertreter in den kommenden Wochen befassen. In ihrer jüngsten Sitzung kam das Thema zur Sprache, wird jedoch ausführlicher im Ausschuss behandelt.

Die Wasserqualität des Sees ist schlecht. Das ist schon lange bekannt. Was man tun kann, um sie zu verbessern, ist eine Frage, mit der sich die Gemeinde bereits einige Jahre beschäftigt. Gutachter haben die Situation untersucht, ein konkretes Ergebnis mit Handlungsanweisungen gab es bisher allerdings nicht. Eine Frage, die in diesem Kontext aufkam: Welche Bedeutung hat das Klärwasser für den See? Denn: Das geklärte Abwasser aus Södel und Wölfersheim wird über die gemeindeeigene Kläranlage in den See geleitet - und ist heute "der einzig nennenswerte Zulauf", wie es in der Beschlussvorlage heißt.

Besser keinen Zufluss?

Nun, heißt es weiter, gibt es eine Erkenntnis eines Biologen: "Während man bislang davon ausging, dass es für den See besser ist, in Form des geklärten Abwassers überhaupt einen Zulauf zu haben", habe der Biologe nun festgestellt, "dass es besser wäre, überhaupt keinen Zufluss zu haben als diesen". Das geklärte Wasser stelle demnach für den See eine Belastung dar.

Mit diesen Erkenntnissen müssen die Gemeindevertreter nun entscheiden, ob die Kläranlage modernisiert werden soll oder ob es besser ist, die Abwässer in eine andere Anlage zu leiten. Dafür würde sich laut Beschlussvorlage die Anlage in Utphe eignen (dorthin werden auch die Abwässer aus Berstadt und Wohnbach gepumpt). Die Zukunft der Kläranlage ist allerdings nur ein Aspekt beim Themenkomplex See. Zudem sollen die Gemeindevertreter über Maßnahmen für eine sogenannte Gewässertherapie entscheiden - hierfür sei u. a. eine Tiefenbelüftung vorgesehen.

Zudem ist ein neues Regenüberlaufbecken geplant, das 1,85 Millionen Euro kosten soll.

Für weitere Diskussionen wird es eine Ausschusssitzung nur zum See geben, bei dem auch Fachleute sprechen werden. Unterlagen, zum Beispiel das biologische Gutachten, sollen auch auf der Web-Seite der Gemeinde veröffentlicht werden (sobald die Unterlagen an die Gemeindevertreter verschickt worden sind, wie Bürgermeister Eike See sagt).

Ein weiteres Thema, das auch in der jüngsten Gemeindevertretersitzung in den Ausschuss verwiesen worden ist, bezieht sich auf Flächen für Fotovoltaikanlagen. Ein Unternehmen aus Ingolstadt plant, einen Solarpark zu errichten und hat sich diesbezüglich an die Gemeinde gewendet. Die Flächen liegen nördlich von Wölfersheim an der Autobahn und sind in Privatbesitz. Um das Vorhaben umzusetzen, muss ein vorhabenbezogener Bebauungsplan erstellt werden. Wie es in der Vorlage der Gemeinde heißt, trägt die Firma Kosten und Risiken für alle erforderlichen Bauleitverfahren, naturschutzrechtliche Eingriffs- und Ausgleichsregelungen sowie Erschließungs- und Verlegekosten von Netzanschlüssen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare