Ziel: Weniger Verkehr an Schulen

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Jeden Morgen bei Schulbeginn sind die Straßen rund um die beiden Wölfersheimer Schulen mit Autos von Eltern übersät. Wer seine Kinder aus Sicherheitsgründen direkt zur Schule fährt, gefährdet damit andere, denn zwischen den parkenden Fahrzeugen sind Kinder und Jugendliche nur schwer zu erkennen. Im gerade begonnenen Schuljahr soll sich das ändern. Gemeinsam mit dem Elternbeirat hat die Gemeinde Hol- und Bringzonen im Umfeld der beiden Schulen eingerichtet.

Jeden Morgen bei Schulbeginn sind die Straßen rund um die beiden Wölfersheimer Schulen mit Autos von Eltern übersät. Wer seine Kinder aus Sicherheitsgründen direkt zur Schule fährt, gefährdet damit andere, denn zwischen den parkenden Fahrzeugen sind Kinder und Jugendliche nur schwer zu erkennen. Im gerade begonnenen Schuljahr soll sich das ändern. Gemeinsam mit dem Elternbeirat hat die Gemeinde Hol- und Bringzonen im Umfeld der beiden Schulen eingerichtet.

Kontrollen angekündigt

Die neuen Zonen sollen von allen Schülern und vor allem deren Fahrdiensten genutzt werden, die morgens bzw. nach dem Unterricht per Auto oder Sammeltaxi zur Schule gebracht oder von dort abgeholt werden. "Dadurch sollen die Unfallgefahr und das hohe Verkehrsaufkommen vor unseren Schulen reduziert werden", sagt Bürgermeister Eike See. Ebenso solle damit eine reibungslose An- und Abfahrt der Schulbusse gewährleistet werden, was in der Vergangenheit oft zu Problemen geführt habe.

Der Weg von den Hol- und Bringzonen zu den Schulen betrage nur wenige Hundert Meter und sei von den Schülern gut zu bewältigen, ergänzt Elternbeiratsvorsitzender Patrick Eulenkamp. Das bisher beobachtete "wilde Halten und Parken" in und an den Zufahrtswegen zu den Schulen soll dadurch reduziert bzw. möglichst ganz vermieden werden. Die Zonen sind mit entsprechenden Schildern von der Gemeinde gekennzeichnet worden. In regelmäßigen Abständen werde es künftig Kontrollen rund um die Gelände der Singbergschule und der Jim-Knopf-Schule geben. Hierbei würden auch Ordnungsgelder erhoben, kündigt Thorsten Höhne, Fachbereichsleiter Ordnungswesen, an.

Auch der gesundheitliche Aspekt der Schüler sei nicht zu vernachlässigen, betonen See, Eulenkamp und Höhne. Kinder sollten sich möglichst viel an der frischen Luft bewegen. Das fördert bekanntermaßen die körperliche, motorische und geistige Entwicklung, erhöht das Wohlbefinden und beugt Übergewicht vor. Kinder, die zu Fuß zur Schule gehen, integrieren einen Teil der notwendigen Bewegung und Frischluftaktivität in ihren Alltag. Sie treffen ausgeglichener in der Schule ein, können sich besser konzentrieren und sind leistungsfähiger.

Nun setzen Gemeinde und Elternbeirat darauf, dass die neu eingerichteten Zonen entsprechende Wirkung zeigen. "Wir hoffen, dass viele Eltern diese Möglichkeit nutzen. Es ist verständlich, dass es immer Ausnahmefälle gibt, in denen es sinnvoll ist, die Kinder bis an die Schule zu fahren", sagt Bürgermeister See. "Das sollte aber nicht, wie derzeit oft üblich, zur Regel werden. Wir hoffen auf die Einsicht vieler Eltern."

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