Um den BMW schneller löschen zu können, erhöht die Feuerwehr den Schaumanteil beim Löschen.	FOTO: RELLER
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Um den BMW schneller löschen zu können, erhöht die Feuerwehr den Schaumanteil beim Löschen. FOTO: RELLER

Unfall auf A45

Wölfersheimer Feuerwehr löscht E-Auto nach Unfall: Erster Einsatz dieser Art

  • vonMarion Müller
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Am Wochenende hat ein E-Auto nach einem Unfall auf der A45 Feuer gefangen. Für die Feuerwehr Wölfersheim der erste dieser Art.

Die Feuerwehr in Wölfersheim ist am Wochenende zu einem Einsatz mit erhöhtem Schwierigkeitsfaktor gerufen worden. Auf der A 45 zwischen Wölfersheim und Florstadt hatte sich ein weißer 5er-Hybrid-BMW überschlagen und Feuer gefangen.

Gegen 19.10 Uhr am Sonntag geriet der 30-jährige Fahrer aus dem Main-Kinzig-Kreis ins Schlingern. Laut Polizeisprecher war er auf regennasser Fahrbahn zu schnell unterwegs. Der Fahrer habe daraufhin die Kontrolle über den BMW verloren, sei rechts von der Fahrbahn abgekommen und habe sich überschlagen. Das Auto sei auf dem Dach liegen geblieben und habe Feuer gefangen.

Da es sich um ein Hybrid-Auto handelte, sei die Feuerwehr mit »mehr Sorgfaltspflicht« an die Arbeit gegangen, sagte Gemeindebrandinspektor Roland Bender. Glücklicherweise habe sich der Brand nur auf den Motorraum konzentriert. Dennoch trafen die Einsatzkräfte weitere Vorkehrungen. Um den Brand schneller zu löschen und ein Übergreifen auf die Hochvolt-Anlage zu verhindern, erhöhten die Einsatzkräfte laut Bender die Konzentration des Schaums im Löschwasser. Der Schaum sorge dafür, dass sich die Wasseroberfläche aufspalte und so schneller ein Löscheffekt eintrete.

E-Auto fängt auf A45 Feuer: Feuerwehr ruft bei BMW an

Die Einsatzkräfte verständigten sich zudem noch mit BMW, ob weitere Maßnahmen erforderlich seien. Nach Rücksprache mit dem Hersteller richtete die Feuerwehr das Fahrzeug wieder auf und nahm die Hochvolt-Batterie vom Stecker. Anschließend wurde das Fahrzeug abgeschleppt. Die Polizei schätzt den Schaden auf 25 000 Euro.

Für die Feuerwehr Wölfersheim sei es der erste Einsatz mit einem brennenden E-Auto gewesen, sagte Bender. Zuvor habe es Schulungen gegeben. Fange die Batterie eines E-Autos Feuer, könne der Brand bis zu zwei Tagen andauern. Das Fahrzeug müsste dann in einen Container gestellt und dieser mit Wasser geflutet werden, erklärte Bender.

Aber auch die aktuelle Corona-Pandemie habe den Einsatz der Feuerwehr erschwert. Da während der Anfahrt im Fahrzeug der Mindestabstand nicht eingehalten werden könne, habe die Feuerwehr Mund-Nasen-Schutz getragen. Dies behindere einen im Einsatz allerdings: »Man bekommt nicht so gut Luft« durch die erhöhte Atemfrequenz, sagt Bender. Es sei gewöhnungsbedürftig, aber zum Schutz notwendig.

Der Fahrer und seine 35-jährige Beifahrerin haben sich laut Polizei selbst aus dem Fahrzeug retten können. Die Beifahrerin sei leicht verletzt.

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