Bürgermeister Eike See freut sich mit den SPD-Gemeindevertreterinnen Nina Gerlach (r.) und Susanne Beimel über die Idee der SPD-Fraktion, 10 000 Bäume zu pflanzen. 	FOTO: PM
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Bürgermeister Eike See freut sich mit den SPD-Gemeindevertreterinnen Nina Gerlach (r.) und Susanne Beimel über die Idee der SPD-Fraktion, 10 000 Bäume zu pflanzen. FOTO: PM

SPD will 10 000 Bäume pflanzen

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Wölfersheim (pm). Momentan herrscht Ausnahmezustand - auch in Wölfersheim. Während sich Bürgermeister Eike See (SPD) um das Krisenmanagement kümmert, hat die SPD-Fraktion in der Gemeindevertretung einen Blick auf die Zeit nach Corona geworfen, wie sie in einer Pressemitteilung erklärt. Man orientiere sich dabei an Martin Luther, der einst gesagt haben soll: »Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.«

»Was wäre, wenn jeder Wölfersheimer und jede Wölfersheimerin einen Baum oder vielleicht sogar zwei pflanzen würde?«, fragt der Vorsitzende der SPD-Fraktion, Matthias Appel. »Eine kühne Idee? Nein, eigentlich ganz einfach.« Die Wölfersheimer SPD werde den Gemeindevorstand in der nächsten stattfindenden Gemeindevertretersitzung dazu auffordern, eine Aktion unter dem Motto »10 000 Bäume für 10 000 Wölfersheimer« ins Leben zu rufen, heißt es in der Pressemitteilung.

Mit Hilfe dieser Aktion sollen nach dem Wunsch der SPD in den Jahren 2020 bis 2022 mindestens 10 000 Bäume in der Gemeinde gepflanzt werden. Die Bäume sollen im öffentlichen Raum, in der Gemarkung, an Wegesrändern, aber auch auf privaten Flächen gepflanzt werden können. Ein fachkundiges Gremium aus Haupt- und Ehrenamtlichen soll das Projekt aufbauen. In einer Arbeitsgruppe soll über die richtigen Baumsorten für eine möglichst große Artenvielfalt und die Standorte entschieden werden.

30 000 Euro im Haushalt eingeplant

Über einen gebündelten Einkauf sollen günstige Konditionen für den Ankauf der Setzlinge erreicht werden. Im Haushaltsplan der Gemeinde seien für 2020 und 2021 insgesamt 30 000 Euro für die Neuanpflanzung von Bäumen eingeplant worden.

Die gesamte Aktion soll mit vielen Informationen und praktischen Tipps rund um Klima- und Umweltschutzmaßnahmen begleitet werden. Durch öffentliche Pflanzaktionen hätten Bürger die Möglichkeit, sich zu engagieren und aktiv in die Aktion einzubringen. In der Vergangenheit hätte das bereits bei den Blumenzwiebel- oder Müllsammel-Aktionen der Gemeinde hervorragend geklappt.

Es solle auch die Möglichkeit von Baumpatenschaften, Baumspenden oder -geschenken geben. »Jeder Wölfersheimer kann so einen ganz persönlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten«, sagen die Fraktionsmitglieder Nina Gerlach und Susanne Beimel, die an der Erarbeitung des Antrags beteiligt waren.

»In den letzten zwei Jahren haben die Wälder durch die langen Trockenperioden große Schäden davongetragen«, sagte Bürgermeister Eike See, der die Initiative laut Pressemitteilung begrüßt. Auch wenn die Schäden in den Wölfersheimer Wäldern im Vergleich zu anderen Regionen deutlich geringer ausgefallen seien, reiche die natürliche Verjüngung des Waldes nicht aus, um den Bestand wieder auszugleichen. »Neuanpflanzungen sind unverzichtbar.«

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