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Viel zu erleben, noch mehr zu sehen

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»I show you the world« nennt Benjamin Bindewald seinen Facebook-Account und seinen Blog, auf denen er Bilder und Videos von sich und seiner Frau Linda zeigt, wie sie die Welt bereisen.	(Foto: pv)
»I show you the world« nennt Benjamin Bindewald seinen Facebook-Account und seinen Blog, auf denen er Bilder und Videos von sich und seiner Frau Linda zeigt, wie sie die Welt bereisen. (Foto: pv) © pv

Wölfersheim (sda). Es gibt kaum einen Ort auf der Welt, den Linda und Benjamin Bindewald nicht sehen wollen. Deswegen reist das Wölfersheimer Ehepaar so oft wie möglich – und teilt seine Eindrücke in der Netzwelt. Schöne Bilder zeigen sie, Videos mit Ausflugstipps und einige Kuriositäten.

Dreißig Tage hat ein Jahr. Zumindest für Linda und Benjamin Bindewald. »Wir nutzen jeden Urlaubstag, um zu reisen.« Die Wölfersheimer sind ein Globetrotter-Ehepaar – Mexiko, Malediven, Ägypten. Es gibt wenige Ecken der Welt, in denen sie noch nicht gewesen sind; und es gibt kaum welche, die nicht auf ihrer »To-Go-Liste« stehen. Weil das Paar die Urlaubseindrücke ohnehin aufzeichnet, dauerte es nicht lange, bis Benjamin Bindewald die ersten Videos und Fotos im Internet postete. Mit Erfolg, wie sich schnell zeigte.

Die Idee, Reiseerlebnisse im Internet zu teilen, kam eher spontan. Mit den Kakerlaken in Thailand, erzählt Benjamin Bindewald. Kakerlaken, frisch frittiert, gibt es dort an jeder Straßenecke zu kaufen. Und weil das Ehepaar nicht nur Länder angucken, sondern auch deren Kulturen kennenlernen will, kaufte sich der 30-Jährige eine Portion. Er aß, sie filmte. Das Video lud Bindewald auf seinem Facebook-Account hoch. Den Followern gefiel’s: Für den Kakerlaken-Snack gab es viele Kommentare (»Ihh«, »Eklig«) und noch mehr Likes. Die Idee zu »I show you the world« war geboren.

14 Tage am Strand? Gibt’s nicht!

Die Welt zeigt Bindewald seinen über 6300 Followern. In Videos erzählt er, welches Hotel empfehlenswert ist, wo es den schönsten Strand gibt und ob es sich lohnt, in Thailand eine Tour auf einem Elefanten zu buchen. Es lohnt sich, finden Linda und Benjamin Bindewald. Genauso wie es sich lohnt, auf den Malediven mit Schildkröten zu tauchen und in Kuba Zuckerrohr zu probieren.

Überhaupt war bei all den Urlauben keiner dabei, der ihnen nicht gefallen hat, erzählen sie. Ob Pauschalreise, Rundfahrt oder selbst organisierter Trip. »Wir versuchen alles mitzunehmen, was geht«, sagt Benjamin Bindewald. Was allerdings gar nicht geht: »14 Tage nur am Strand liegen.« Dafür gibt es zu viel zu erleben. Deswegen gibt es auch keinen Ort, an den das Paar zwei Mal reist. Und deswegen wächst die Liste mit den geplanten Zielen immer weiter. Rio de Janeiro steht darauf, dahinter Statue. Oder Hawaii (Insel-Hopping) und Uganda (Gorillas).

Der nächste Urlaub führt das Ehepaar erst einmal an die Ostküste der USA, danach ist ein Island-Trip geplant. Vorfreude ist eben die schönste Freude. »Deswegen haben wir immer ein Ziel, auf das wir hinarbeiten können«, sagt Linda Bindewald. Nach einem Urlaub, erzählen sie, sind sie zwar froh, auch mal wieder zu Hause in Wölfersheim zu sein, doch es dauert nicht lange, dann kommt das Fernweh wieder. Oder, wie Bindewald es mit einem englischen Spruch auf seiner Seite ausdrückt: »Ich habe lieber einen Pass voller Stempel als ein Haus voller Zeug.«

Kleine, große Welt

Er trinke jetzt noch ein Guinness, schrieb Benjamin Bindewald einmal auf seine Facebook-Seite, als er in Irland war. Und tat das dann auch. Kurze Zeit später bekam er ein Foto zugeschickt. Er war darauf zu sehen. Im irischen Pub sitzend und ein Guinness trinkend. Einer seiner Follower hatte den Post gelesen und war im selben Pub, erzählt Bindewald. Überhaupt reagierten viele Leute auf seine Posts auf dem Facebook-Account »I show you the world« – über 6300 Follower hat er, täglich werden es mehr. Zu finden ist die Seite im Internet unter: www.facebook.com/ishowyoutheworld.

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