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Finanzielle Unterstützung für die solidarische Landwirtschaft: (von links) Jonas Demuth (Solawi-Gärtner), Wolfgang Kring (Vorstand Solawi), Carmen Schwarz (Gärtnerin), Elias Bühring (Gärtner) mit seinen beiden Töchtern, Klaus Karger (Geschäftsführer Wirtschaftsförderung Wetterau), Kreisbeigeordneter Matthias Walther, Monika Brenninger (Vorstand) und Bürgermeister Eike See.

Verbesserte Erntemöglichkeiten

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Wölfersheim (prw). Große Freude bei der solidarischen Landwirtschaft in Wölfersheim: Kreisbeigeordneter Matthias Walther hat dort vor den Äckern des Vereins Biovegane Solawi Guter Grund den Förderbescheid für das Regionalbudget 2021 an die Wirtschaftsförderung Wetterau (wfg) als Träger der LEADER-Regionalentwicklung übergeben. »Ich freue mich, dass jetzt auch Kleinprojekte in der LEADER-Region Wetterau/Oberhessen gefördert werden können, sofern sie den Zielen der regionalen Entwicklungsstrategie entsprechen.

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In diesem Jahr konnten zehn Kleinprojekte mit insgesamt 72 700 Euro bezuschusst werden, darunter auch die solidarische Landwirtschaft aus Wölfersheim, die eine Fördersumme von rund 10 300 Euro erhält. »Die wfg erhält den Förderbescheid für alle zehn Projekte. Sie schließt wiederum mit den Projektträgern entsprechende Vereinbarungen und reicht die Fördergelder weiter«, erläuterte Kreisbeigeordneter Walther. Für die Wölfersheimer Solawi war die Antragstellung zum Regionalbudget die Chance, ihren bisherigen Anbau, der primär durch Handarbeit und nichtmotorisierte Geräte gestemmt wurde und damit sehr viel Zeit in Anspruch genommen hat, umzustellen. Der Anbau soll durch leichte und damit bodenschonende Mechanisierung effizienter gestaltet werden. Bisher richteten sich die Anbaumöglichkeiten stark nach Saison und Wetterlage.

Nachhaltige Versorgung

Das Angebot und die Zeit, in der Gemüse angepflanzt werden kann, soll durch einen Folientunnel erweitert werden. Die Bewässerungsinfrastruktur soll durch die Anschaffung eines Bewässerungswagens widerstandfähiger und nachhaltiger gestaltet werden. Um Wildschäden zu vermeiden, soll zusätzlich der Wildschutzzaun erweitert werden. Ziel ist es, die Infrastruktur für den solidarischen, ökologischen Gemüseanbau in der Region zu verbessern und damit eine nachhaltige, regionale Versorgung zu gewährleisten. »Wir haben viel vor. Dank der Förderung können wir unsere Ziele noch in diesem Jahr umsetzen«, berichtet Vorstandsmitglied Larissa Deppisch erfreut. Voraussetzung für die Förderung ist, dass die Bruttokosten 20 000 Euro nicht überschreiten und die Projekte noch im gleichen Jahr umgesetzt und abgerechnet werden.

»Mit dem Regionalbudget können in vereinfachter Weise Kleinprojekte unterstützt werden. Das ist aus unserer Sicht eine sinnvolle Ergänzung zu den weiteren Förderprogrammen für den ländlichen Raum. Gerade für Vereine ist das Regionalbudget interessant, wie das Beispiel hier der Solawi Guter Grund zeigt«, so wfg-Geschäftsführer Klaus Karger.

Auch Bürgermeister Eike See zeigte sich erfreut über die Förderung. »Wir sind der solidarischen Landwirtschaft gleich zu Beginn beigetreten, um ihre Arbeit zu unterstützen. Dadurch haben auch wir Vorteile. Die Kinder in unseren Kindergärten können direkt vor Ort erleben, wie Gemüse angebaut und geerntet wird und lernen so den Wert von Lebensmitteln zu schätzen.« Auch für das kommende Jahr wird es ein Regionalbudget geben, für das Träger von Kleinstprojekten aus derRegion Wetterau/Oberhessen Förderanträge stellen können. Bis zum 31. März 2022 sind diese bewilligungsreif vorzulegen.

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