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Unwetter in Wölfersheim: Harte Nacht für die Feuerwehr

  • Christoph Agel
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Wieder haben sich die Wolken heftig über der Wetterau entladen. War am vergangenen Dienstag noch Reichelsheim betroffen, so traf es dieses Mal vor allem Wölfersheim

Wieder haben sich die Wolken heftig über der Wetterau entladen. War am vergangenen Dienstag noch Reichelsheim betroffen, so musste in der Nacht auf Montag die Wölfersheimer Feuerwehr ausrücken. Starkregen, Hagel und Gewitter forderten die Einsatzkräfte. Von circa 22.30 bis 4.30 Uhr mussten laut Gemeindebrandinspektor Roland Bender etwa 30 Wölfersheimer Feuerwehrleute acht Einsatzorte – sieben in Wohnbach und einen in Berstadt – abarbeiten. In fast allen Fällen standen die Keller unter Wasser, zehn bis 15 Zentimeter, teilweise aber auch einen halben Meter hoch.

Eine kritische Situation galt es in Wohnbach zu bewältigen, wo im Wiesenweg zwei Heizöltanks aufgespült waren. Die Verschraubungen hielten aber, es gab kein Leck, so dass kein Heizöl nach draußen gelangte

In der Bersädter Straße in Wohnbach hatte es die Feuerwehr mit Schlamm zu tun, wobei es sich laut Bender nicht um eine Schlammlawine handelte. In Wohnbach waren die Feuerwehr-Aktiven in der Obbornhofener Straße, Im Wiesengrund, An den Kappesgärten, im Wiesenweg und in der Eichendorffstraße im Einsatz, in Berstadt rückte die Wehr in die Waschgasse aus

Den Einsatzkräften gelang es, sämtliches Wasser aus den Kellern zu pumpen, verletzt wurde niemand, und es musste auch niemand sein Haus verlassen. Wie Bender berichtete, hatte die Feuerwehr in den Gebieten, in denen sie im Einsatz war, auch bei den anderen Bewohnern geklingelt und sich nach der Lage erkundigt. Allerdings waren diese entweder bereits mit eigenen Pumpen am Werk gewesen, oder sie hatten gar kein Wasser im Keller. Bemerkenswert war die räumliche Begrenzung des Unwetters. Über Södel, Melbach und Wölfersheim sei kaum etwas gewesen, sagte Bender. »Als wir über die Autobahn drüber waren, hat es geschüttet wie aus Eimern.«

Auch in Hungen sorgte das Unwetter für starke Überschwemmungen. In West- und Nordhessen kam es zu teils schweren Überschwemmungen. In Frankfurt wurden am Sonntagabend an Deutschlands größtem Flughafen insgesamt 74 Flüge und Landungen annulliert. Der Großteil sei auf die Wetterlage zurückzuführen, sagte am Montagmorgen ein Flughafen-Sprecher. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hob am frühen Montagmorgen seine Unwetterwarnung für Hessen wieder auf.

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