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Über musikalische Grenzen hinweg

  • VonConstantin Hoppe
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Wölfersheim (con). Ob Klassik-liebhaber, Rockfan oder Pop-Anhänger - am Wölfersheimer See kamen am Sonntagabend alle auf ihre Kosten: Denn hier war die Neue Philharmonie Frankfurt zu Gast und spielte vor den 350 Besuchern im Rahmen der Veranstaltungsreihe »Sommer am See«.

Bei ihrem Konzert »Light Crossover« verschmelzen das Streichorchester im Zusammenspiel mit der Band und den Sängern Rock, Pop und Klassik zu einem harmonischen Ganzen und zeigen, dass die vermeintlichen Grenzen der Genres längst nicht so klar gezogen sind, wie mancher vielleicht denkt. Und so trafen auf der Bühne Bratsche auf E-Gitarre und Vivaldi auf Robbie Williams - in einem bunten Potpourri, das seinesgleichen sucht.

Sommergefühle mit Vivaldi

Im Gegensatz zum Eröffnungsabend des »Sommer am See«, der sich vor allem durch heftige Regenfälle auszeichnete, war das Wetter am Sonntagabend dann auf der Seite von Musikern und Publikum, und bei sonniger Abendstimmung, wenn auch etwas kühleren Temperaturen als für den August üblich, stand hier der musikalische Genuss im Vordergrund. Das erste Stück, Vivaldis »Sommer« aus den »Vier Jahreszeiten«, stellte gleich einen der orchestralen Höhepunkte des Abends dar.

Was folgte war die bereits versprochene bunte Mischung aus Klassik und Pop, bei der sich Musik von Simon and Garfunkel und Coldplay in einer Kombination aus Orchester und Band die Hand reichten. Durchs Programm führte Achim Dürr, der daneben dank seiner markanten Stimme und kernigen Ausstrahlung auch als Sänger immer wieder in Erscheinung trat und die Darbietungen mit interessanten Informationen zu den Liedern und den Reisen der Neuen Philharmonie garnierte.

Pünktlich mit dem Eintritt der Dunkelheit stand Rock auf der Liste. Mit Robbie Williams »Let me entertain you« und »Who wants to live forever« von Queen konnte das Gesangstrio Achim Dürr, Katrin Glenz und Thomas Klossek kraftvoll alle Höhen und Tiefen ihrer stimmlichen Qualitäten präsentieren - ob gemeinsam oder als Solonummer. Doch auch hier gab es immer wieder ruhigere Stücke und Ausflüge in die Welt der Klassik - etwas mit dem Stück »Palladio« des walisischen Komponisten Karl Jenkins.

Mit ihrer spritzig und humorvoll präsentierten Mischung aus Rock und Klassik wussten Band, Gesangstrio und Orchester rund um Dirigent Jens Tröster in Wölfersheim ihr Publikum zu begeistern. Der lang anhaltende Applaus zeigte das ein ums andere Mal. Der Abend am See dürfte dabei ein Ereignis gewesen sein, dass die meisten der Besucher auf dem ausverkauften Konzertgelände nicht so bald vergessen werden.

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