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Mit Wasser aus dem Röhrbrunnen könnten nach Ansicht der Grünen junge Bäume und auch die Schrebergartenanlage bewässert werden.

Röhrbrunnenwasser für Bäume

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Wölfersheim (pm). »Leider fehlt es auch in diesem Frühjahr schon wieder an Regen. Das ist besonders kritisch für junge Bäume - auch die, die bisher im Zuge der Aktion ›10 000 Bäume für Wölfersheim‹ gepflanzt wurden. Sie brauchen in der jetzigen Wachstumsphase genügend Wasser, damit sie austreiben, weiter anwachsen und tief gehende Wurzeln ausbilden können«, schreiben die Wölfersheimer Grünen in einer Pressemitteilung.

Zum Glück gebe es in Wölferheim den Röhrbrunnen, der im Jahr mehr als 10 000 Kubikmeter Wasser spende, das schon seit jeher gerne zum Gießen verwendet werde. Der Überlauf des Brunnens fließe derzeit zunächst zu zwei weiteren kleinen Zapfstellen, bevor das Wasser dann über die Kanalisation zur Kläranlage laufe.

»Gut gebraucht würde das Wasser jenseits der Umgehungsstraße. Dort befindet sich ein ausgedehntes Kleingartenareal, das sich zunehmender Beliebtheit erfreut, aber leider keinen fußläufigen Zugang zu Gießwasser hat. Durch eine Weiterführung des Überlaufes unter der Umgehungsstraße und den Bau einer Zisterne auf der anderen Seite könnte hier Abhilfe geschaffen werden«, meinen die Grünen. Deren Gemeindevertreter Dr. Franz Grolig, der von 1982 bis 1986 im alten Ortskern von Wölfersheim eine alte Hofreite gegenüber dem Röhrbrunnen renoviert hat, konnte im Laufe der Jahrzehnte schon verschiedenste Aktionen und ausgefeilte Vorrichtungen von Privatleuten beobachten, um am Brunnen Wasser zu holen. »Das Befüllen eines 1000-Liter Tanks direkt aus den Röhren des Brunnens dauerte letzten Sommer circa 40 Minuten, das heißt, im Laufe eines Tages laufen circa 36 Kubikmeter zu.«

Da in der alten Hauptstraße aber auch zu bestimmten Zeiten morgens und abends viel Durchgangsverkehr herrsche, komme es an der Kreuzung, an der der Röhrbrunnen mit seinem Becken von rund 40 Kubikmetern liege, gelegentlich zu Gedränge, wenn gleich mehrere Leute zum Wasser holen kommen. Der Einsatz von benzingetriebenen Stromaggregaten zum Pumpen habe gelegentlich für Ärger wegen des Lärmbelästigung gesorgt.

Die Grünen schlagen vor, dass die Gemeinde zum Bäume gießen - analog zum E-Bike-Verleih - einen Autoanhänger mit 1000-Liter-Tank zur Verfügung stellt, der für eine angemessene Gebühr und Kaution ausgeliehen werden kann. Zum Befüllen des Tanks soll eine fest installierte elektrische Tauchpumpe zum Einsatz kommen, die mittels eines im Rathaus erhältlichen Chips für 1000 Liter frei geschaltet werden kann. Die Pumpe soll so programmiert werden, dass pro Tag nicht mehr als die Hälfte des Zulaufs entnommen werden kann. Ein entsprechender Antrag der Grünen ist für die nächste Gemeindevertretersitzung eingebracht.

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