Eberhard Felde (r.) berichtet im Gespräch mit Christopher Ahlemeyer (M.) und Bürgermeister Eike See von den Problemen mit der Gasheizung.		FOTO: PM
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Eberhard Felde (r.) berichtet im Gespräch mit Christopher Ahlemeyer (M.) und Bürgermeister Eike See von den Problemen mit der Gasheizung. FOTO: PM

Probleme mit Gasheizungen

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Wölfersheim (pm). Bei Kunden der Firma Oberhessen-Gas kommt es derzeit zu Problemen - davon berichtet die Gemeinde in einer Pressemitteilung.

Kommt es zu einem Schaden an der Heizungsanlage, dann ist das nicht nur ärgerlich, sondern auch unbequem. Besonders an Wochenenden oder Feiertagen muss man dann oftmals frieren. In den vergangenen Monaten kam es bei einigen Wölfersheimern häufiger zu Schäden. Sie alle haben eines gemein: Sie sind Kunde der Oberhessischen Gasversorgung GmbH, auch als Oberhessen-Gas oder OGAS bekannt. Aufgrund der Vielzahl und Häufigkeit der Schäden haben sich einige Anwohner an die Gemeinde gewandt, die bereits in engem Austausch mit der Oberhessen-Gas steht, denn auch für die meisten Mietwohnungen und andere Objekte wird die Gemeinde von der Oberhessen-Gas beliefert.

Bürgermeister Eike See traf sich kürzlich zu einem Austausch mit Anwohner Eberhard Felde und dem im Rathaus zuständigen Fachbereichsleiter Christopher Ahlemeyer. »Es kam im vergangenen Jahr immer wieder zu Schäden an der Gasheizug. Durch die Firma Isterling haben wir erfahren, dass sich dies wohl häuft und uns mit anderen ausgetauscht. Dabei wurde schnell klar, dass es bei mehreren Kunden zu ähnlichen Schäden kommt«, berichtet Felde.

Störungsmeldungen zum Jahreswechsel

Nachdem über den Gasversorger und dessen Versicherung keine eindeutige Lösung gefunden worden sei, hätten sich Bürger an die Gemeinde gewandt. »Da wir auch selbst von der Oberhessen-Gas versorgt werden, haben wir direkt Kontakt aufgenommen. Herr Ahlemeyer und ich stehen seither in einem engen Austausch, um eine Lösung zu finden und weitere Schäden möglichst zu vermeiden«, so See. Die Oberhessen-Gas sei bereits Anfang Dezember von vor Ort tätigen Heizungsbauern kontaktiert worden. Bis zum Jahreswechsel hätten sich die Informationen und Meldungen über Störungen allerdings gehäuft. Als Ursache, die zu der Störung des Heizgerätes führt, sei die Gasarmatur im Gerät identifiziert worden. Dort versagten Bauteile des Reglers bzw. erlitten Schaden und führten zur Gerätestörung. Mit der Häufung der Fehler sei auch von den Werkskundendiensten der Verdacht geäußert worden, dass das Versagen der Bauteile auf eine schlechte Gasqualität und den Biogaseinsatz zurückzuführen sein könnte. Doch die Qualität des Gases werde fortlaufend überwacht. Zusätzlich würden Probeentnahmen stattfinden, die genauer analysiert würden. Die letzte Untersuchung im November 2020 habe Erdgas und Biogas eine ordnungsgemäße Zusammensetzung bescheinigt.

»Um die Ursache zu finden, wurden von der Oberhessen-Gas inzwischen entsprechende Schritte eingeleitet. Dort steht man aktiv in Abstimmung und Kooperation mit den Gasgeräteherstellern, den Betreibern der Biogasanlage und den Vertragsinstallationsunternehmen«, berichtet der für Tiefbau zuständige Fachbereichsleiter Ahlemeyer. Der Deutsche Verband der Gas- und Wasserwirtschaft in Bonn ist genehmigende und normende Instanz. Über den Verband seien weitere Untersuchungen angestoßen worden. Die Ingenieure seien bereits vor Ort gewesen und hätten in Södel im Landbotenweg Proben entnommen. Das Engler-Bunte- Institut untersuche diese Proben auf mögliche auslösende Stoffe. Zeitgleich habe die OGAS die vor Ort tätigen Heizungsbauer angeschrieben, um entsprechende Informationen zu vergleichbaren Fehlermeldungen zu sammeln. Auch hierbei sei der Rücklaufprozess noch nicht vollständig abgeschlossen.

Als Zwischenergebnis sei festzuhalten, dass es anscheinend artgleiche Störungen fast über das gesamte Erdgasnetz verteilt gebe. In der Hauptsache seien aber die Wölfersheimer Ortsteile betroffen. »Die Oberhessen-Gas ist ein kommunales Unternehmen, auf das wir uns in der Vergangenheit verlassen konnten. Die eingeleiteten Untersuchungen und Umfragen zeigen, dass man sich der Verantwortung durchaus bewusst ist. Wir sind daher zuversichtlich, dass man das Problem ausfindig machen wird und damit weitere Schäden vermieden werden können. Wir bitten aber auch um entsprechende Geduld«, sagt Bürgermeister See.

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