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Obstbäume zum Abschied

  • vonred Redaktion
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Wölfersheim(pm). Die Nachricht vom schnellen Weggang von Pfarrerin Julia Marburger traf nicht nur die evangelischen Kirchengemeinden in Melbach und Södel sehr überraschend, auch für die Bürgerinnen und Bürger und für die örtlichen Vereine sei es ein schmerzlicher Verlust, schreibt der Verein "Gemeinsam für Melbach" in einer Pressemitteilung.

Pfarrerin Marburger wirkte von Januar 2019 bis Oktober 2020 in der evangelischen Kirchengemeinde Södel und Melbach. "Sie ging von Anfang an engagiert und von großer Empathie getragen auf die Menschen in der Melbacher Gemeinde zu. Sie fand schnell Kontakt zu den Gemeindemitgliedern, die ihr offen und unvoreingenommen gegenübertraten." Ihr seelsorgerisches Wirken sei stets geprägt gewesen von dem Wunsch, die "Kirche im Dorf zu lassen".

Ihr Weggang werde mit größtem Bedauern zur Kenntnis genommen, denn auch in der kurzen Zeit ihres Wirkens hat sie in Melbach viele Freundinnen und Freunde gefunden. Ein längeres Wirken in Melbach hätte eine große Chance zur Stärkung und Erneuerung des Gemeindelebens in Melbach und für die Kirche im Besonderen bedeutet. Julia Marburger und ihre Ehefrau Carina Schmidt-Marburger verbinden viele Erinnerung an zahlreiche positive Begegnungen in Melbach. Aus diesem Grund setzte sie mit dem Geschenk eines Baumes für Melbach ein sichtbares Zeichen der Verbundenheit. Ausgewählt wurde mit der "Haberts Renette" eine alte hessische Tafel-Apfelsorte. Der Baum wurde von Gärtnerin Silke Kasch-Ehrhardt und Gärtner Markus Drießen vom Bauhof der Gemeinde Wölfersheim auf der Haagwiese in Melbach gepflanzt.

Einen weiteren Baum pflanzten die in Umweltfragen engagierte Pfarrerin und ihre Frau im Södeler Herrengarten. Dort war Bürgermeister Eike See mit dabei. Bei diesem Baum handelt es sich um eine Kanadische Felsenbirne, die im Frühjahr blüht und Nahrung für Insekten bietet. "Es ist sehr schade, dass Frau Marburger unsere Gemeinde verlässt. Sie hat in den vergangenen beiden Jahren Impulse gesetzt und etwas in unserer Gemeinde bewegt", unterstreicht Bürgermeister Eike See. Als Beispiele führt er die Gottesdienste am Wölfersheimer See oder bei den Södeler Handballern an.

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