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Bioveganer Gemüseanbau: Der Verein Solidarische Landwirtschaft in Wölfersheim ist mit dem Anbaujahr 2020 sehr zufrieden.

Noch zehn Plätze zu vergeben

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Wölfersheim (pm). Der Verein »Guter Grund« erfreut sich nach eigenen Angaben wachsender Mitgliederzahlen und eines erfolgreichen Anbaujahres 2020 seiner Solidarischen Landwirtschaft (SoLawi). Ein Jahr ist es her, dass sich gut 60 Personen in Melbach getroffen und verbindlich für eine Mitgliedschaft in der SoLawi entschieden haben. Damit sei der Startschuss für den bioveganen Gemüseanbau auf einer gepachteten Fläche des Biohofs Dieffenbach gefallen, heißt es in einer Pressemitteilung des Vereins.

Zertifizierung durch Biolandverband

Und der Plan sei aufgegangen: Fast das ganze Jahr über hätten sich die zufriedenen Mitglieder einmal wöchentlich ihr frisches Gemüse in Depots in Wölfersheim, Frankfurt und Offenbach abgeholt.

Drei angestellte Gärtner und Gärtnerinnen übernahmen dabei die gärtnerischen Tätigkeiten und die Verteilung des Gemüses. Sogar eine Zertifizierung durch den Biolandverband sei erfolgt. Nun sollen auch Stellen ausgebaut und die Mitgliederzahlen erhöht werden.

Die Mitgliederversammlung, wurde kürzlich online veranstaltet: 90 Personen hätten vorab an der sogenannten Bieterunde teilgenommen. Hier konnten sie angeben, wie viel sie - in Anlehnung an einen Richtwert - monatlich bereit seien zu zahlen. »Das ist auch das Besondere an einer SoLawi: Die Gesamtkosten des Projektes werden von allen gemeinsam getragen, der monatliche Beitrag jedoch werde individuell nach den finanziellen Möglichkeiten ermittelt«, berichtet der Verein. Der Gemüseanteil, den die Mitglieder dafür erhalten, genüge in etwa, um ein bis zwei Erwachsene zu versorgen.

Nur noch zehn Plätze für eine Mitgliedschaft seien in diesem Jahr zu vergeben. Dann seien die geplanten 100 erreicht und das neue Anbaujahr könne beginnen, teilte Guter Grund mit. Interessierte können unter info@solawi-gutergrund.de Kontakt aufnehmen und sich informieren.

Von dem umwelt- und tierfreundlichen Gemüseanbau profitierten außerdem nicht nur die Mitglieder. Insbesondere verschiedene Insektenarten blieben vor »Pestiziden und Co.« verschont. »Bei der Bewirtschaftung des wertvollen Wetterauer Bodens wird zudem auf Anbaumethoden gesetzt, die langfristig eine gute Bodenstruktur und den Aufbau von Humus fördern sollen«, erklärt der Verein.

Verzicht auf tierischen Dünger

Mit dem Verzicht auf tierische Dünger soll unter anderem die Verunreinigung des Grundwassers durch Nitrat verhindert werden. Die SoLawi mache sich damit stark für eine ressourcenschonende Landwirtschaft und einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur und ihrer Artenvielfalt.

Das könnten Mitglieder und Interessierte auch hautnah miterleben: Auf dem Wölfersheimer Acker freuten sich die Gärtnerinnen und Gärtner stets über Austausch sowie Mithilfe. »Denn dadurch lässt sich auch wieder ein Bezug zur Produktion unserer Nahrungsmittel herstellen, der in Zeiten von großindustrieller Landwirtschaft unüblich geworden ist.«

Weitere Infos gibt es unter www.solawi-gutergrund.de.

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