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»Schillernd«, nennen die Grünen den Beschluss zur Wölfersheimer Kläranlage. Sie befürchten, dass diese am Ende doch noch länger betrieben werden soll.

Neue Hängepartie befürchtet

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Wölfersheim (pm). »Inzwischen ist in Wölfershem klar, dass die Kläranlage geschlossen werden muss. Nur so kann der Wölfersheimer See von den hohen Nährstofffrachten befreit und vor dem latenten Umkippen bewahrt werden. Der dazu in der Gemeindevertretung getroffene Beschluss ist allerdings schillernd«, schreiben die Grünen in einer Pressemitteilung.

Sie befürchten, dass weiter Jahre ins Land gehen, bis es zur endgültigen Schließung kommt.

Fraktionsvorsitzender Michael Rückl zum Beschluss: Ziel sei die Stilllegung der Kläranlage. Södel und Wölfersheim sollen an die Utpher Kläranlage angeschlossen werden. Verhandlungen mit dem Abwasserverband Hungen seien zu führen, der Gemeindevertretung zu berichten, insbesondere über die Höhe der Anschluss- und Umlagekosten sowie der Übernahme einiger Einrichtungen der bestehenden Kläranlage. Dann solle ein Beschluss über die Rahmenbedingungen des Anschlusses an Utphe erfolgen. Vorzulegen sei aber auch ein Ausstiegsszenario aus dem Betrieb der alten Kläranlage, orientiert an ihrer noch möglichen Betriebsdauer ohne größere Instandhaltungs- und Nachrüstungskosten.«

»Die Frage nach der noch möglichen Betriebsdauer ohne größere Investivkosten lässt bei uns alle Warnlampen angehen«, so Rückl.

Denn der Rest sei ohnehin klar: Anschluss- und Umlagekosten lägen in x-fachen Berechnungen vor. Mit dem Abwasserverband rede der Bürgermeister nach eigener Auskunft ohnehin ständig, weil Wölfersheim ihm bereits angehört. »Deshalb haben wir uns gefragt, was dieser merkwürdige Beschluss soll. Unsere Schlussfolgerung: Wenn sich herausstellt, dass die jetzige Kläranlage ohne größere Aufwände noch jahrelang läuft, dann lässt die jetzige Mehrheit sie noch jahrelang laufen. Zulasten der Ökologie des Wölfersheimer Sees, der so nicht gesunden kann. Genau das wollen wir nicht.«

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