Auf dem Weg Richtung Dorheim: Manchmal wird für zwei Minuten beim Pilgern geschwiegen. Schnell sind aber wieder die fröhlichen Unterhaltungen zu hören. FOTO: C: LESCHHORN
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Auf dem Weg Richtung Dorheim: Manchmal wird für zwei Minuten beim Pilgern geschwiegen. Schnell sind aber wieder die fröhlichen Unterhaltungen zu hören. FOTO: C: LESCHHORN

Dem nächsten Stempel entgegen

  • vonred Redaktion
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Wölfersheim(pm). Für einen Sonntagmorgen war erstaunlich viel los am Bahnhof. Eine Pilgergruppe traf sich, um mit der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde auf dem "Lutherweg 1521" zu laufen. Der Wunsch, eine gemeinsame Tour zu unternehmen, sei bereits am Pilgertag der Kirchengemeinde im vergangenen Jahr entstanden.

Mit dem Zug ging es nach Friedberg, dem Startpunkt. Von dort sollte es 14 Kilometer auf dem Lutherweg zurück nach Wölfersheim gehen. An der Friedberger Stadtkirche gab es den zweiten Pilger-stempel im Pilgerausweis.

Von der Stadtkirche aus führte der Weg über den Fünffingerplatz unter dem alten Rosentalviadukt hindurch zur Usa. Dort folgte die Gruppe dem Wasserlauf, vorbei an Schrebergärten und zur nächsten Stempelstelle, dem "Interkulturellen Garten", bis der Weg ins Feld nach Dorheim abzweigte. Pfarrer Lars Stephan sprach hin und wieder "Worte am Weg", kurze Impulse zum Nachdenken, ehe es für zwei Minuten schweigend weitergehen sollte.

Das Schweigen hielt nicht lange an, und man konnte schnell wieder die fröhlichen Unterhaltungen hören. Nach einem kurzen Abstecher zur Dorheimer Kirche und dem nächsten Stempel führte der Lutherweg an der Wetter entlang. Das Ziel war der Sauerbrunnen. Dort war im Schatten der Bäume bereits ein Picknick für die Pilger vorbereitet.

Bus für müde Pilger

Dank der katholischen Kirche in Wölfersheim konnte der Bonifatius-Bus für den Transport des Picknicks oder müder Pilger genutzt werden. Nach ausgiebiger Rast kam die "schwierige" Etappe: Der Weg ging schnurgerade durch die Felder auf Wölfersheim zu, allerdings ohne ein schattiges Plätzchen. Doch konnte die Gruppe die Aussicht nach Frankfurt, zum Johnnisberg oder zum Hoherodskopf genießen. Alle kamen gut voran und durften sich am Ortsrand von Södel am Begleitbus mit kühlen Getränken versorgen.

Ein Katzensprung noch zur Södeler Kirche, wo es einen weiteren Pilgerstempel im Pass gab. Endspurt - müde aber glücklich liefen die Pilger durch das Tor an der Wölfersheimer Kirche. In der abschließenden Andacht brachte Pfarrer Stephan seine Gedanken zum Pilgerweg ein.

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