Nachwuchsprobleme im Handwerk

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Das Handwerk hat massive Nachwuchsprobleme. Um dagegen vorzugehen, wenden sich immer mehr Betriebe direkt an die Schulen. Wie das genau aussieht, erklärte Ingolf Pfeifer vom Bundesverband Metall anlässlich eines Treffens am vergangenen Donnerstag zum "Girls’ and Boys’ Day" in der Singbergschule. "Ich bin der Auffassung, in den Schulen bekommt man die Auszubildenden", sagte er vor Vertretern der Metallinnung des Wetteraukreises und Lehrern der Singenbergschule. Und dabei spielten Mädchen und Frauen eine immer wichtigere Rolle.

Das Handwerk hat massive Nachwuchsprobleme. Um dagegen vorzugehen, wenden sich immer mehr Betriebe direkt an die Schulen. Wie das genau aussieht, erklärte Ingolf Pfeifer vom Bundesverband Metall anlässlich eines Treffens am vergangenen Donnerstag zum "Girls’ and Boys’ Day" in der Singbergschule. "Ich bin der Auffassung, in den Schulen bekommt man die Auszubildenden", sagte er vor Vertretern der Metallinnung des Wetteraukreises und Lehrern der Singenbergschule. Und dabei spielten Mädchen und Frauen eine immer wichtigere Rolle.

Der demografische Wandel sei ein Thema, welches alle bewegte, so der Essener, der unter anderem bei Krupp gearbeitet hat. Um guten Nachwuchs sei ein regelrechter "War of talents" ausgebrochen, also ein Krieg um die besten Mitarbeiter. Dennoch täten einige Betriebe zu wenig bei der Werbung um Auszubildende. Ein positives Beispiel sei die Firma Repp, so Pfeifer, der anlässlich des "Girls’ and Boys’ Day" in die Wetterau zur Firma Repp gekommen war. "Andere, die nicht so aktiv sind, haben da Probleme."

Angesichts von lediglich 2,1 Prozent weiblicher Azubis deutschlandweit im Metallbau liegen ihm da die Frauen besonders am Herzen. Hier erhofft er sich eine Steigerung. Bei den Tischlern etwa gebe es einen Frauenanteil von 13,2 Prozent. Sicherlich seien viele Betriebe Männerdomänen, aber: "Die besten Teams sind gemischt – was das Alter und das Geschlecht betrifft."

Innungsmitglied Jochen Langkamm sagte, sein Betrieb könne Fachkräfte nur schwer halten, da sie häufig zu Industriebetrieben wechselten. Alexander Repp erläuterte, dass dort höhere Löhne lockten. Neben dem Obermeister waren auch noch der stellvertretende Obermeister Oliver Meisinger und Matthias Fritzel von der Kreishandwerkerschaft zu dem Treffen in der Singbergschule gekommen. "Ich bin dankbar, dass uns die Kreishandwerkerschaft immer zur Seite steht", sagte Christine Weckler für das Kollegium, die an der Singbergschule die Berufsbörse organisiert.

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