Nach Schweinelaster-Unfall: PETA erstattet Anzeige

Wölfersheim/Gießen (pm). Nach dem Lkw-Unfall am 9. September auf der A 45 bei Wölfersheim, bei dem von 200 Schweinen 85 starben, hat die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland nun bei der Staatsanwaltschaft Gießen Anzeige gegen die Verantwortlichen erstattet.

Der Vorwurf: Verstoß gegen das Tierschutzgesetz und die Tierschutztransportverordnung. PETA fordert langfristig ein ausnahmsloses Verbot von Tiertransporten.

»Schonende Tiertransporte gibt es nicht. Bei Unfällen sterben die Tiere qualvoll und langsam. Körperteile werden eingequetscht oder brechen. Die empfindsamen Tiere geraten in Panik, erleiden Kreislaufzusammenbrüche oder Herzinfarkte«, so Lisa Wittmann, Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie bei PETA.

Schweine dürften laut der Tierschutztransportverordnung bis zu acht Stunden am Stück befördert werden. Allein das sei extrem belastend für die empfindlichen Tiere. Durch Ausnahmegenehmigungen seien die Transportzeiten oft noch sehr viel länger.

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