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Seit einigen Tagen ist die Fotovoltaikanlage auf dem Gebäude in der Wölfersheimer Waldstraße in Betrieb.

Mosaikstein der Energiewende

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Wölfersheim (pm). Gemeinsam mit der OVAG betreibt die Gemeinde Wölfersheim als Beitrag zur Energiewende einen der größten Solarparks der Region, und auch auf vielen Dächern von Gebäuden der Gemeinde wurden Fotovoltaikanlagen installiert. Nach einer Gebäudesanierung wurde in den vergangenen Wochen eine weitere Anlage in der Waldstraße 60 gebaut. Die Fotovoltaikanlage mit einer Größe von knapp 13 kW peak konnte vor einigen Tagen in Betrieb gehen.

»Das Dach auf dem Gebäude in der Waldstraße 60 eignet sich aufgrund seiner Dachneigung und seiner Himmelsausrichtung hervorragend für die Erzeugung von Fotovoltaikstrom«, heißt es in einer Pressemitteilung der Gemeinde. Bereits während der Sanierung des Gebäudes wurden daher Zählerschrank und Leitungsschächte vorgesehen.

Zusammenarbeit mit der OVAG

Für die Finanzierung hatte man im Vorfeld verschiedene Varianten geprüft. Eine Finanzierung über das kommunale Investitionsprogramm schied aus, da man keine 100-prozentige Eigennutzung des Stromes garantieren konnte. Auch ein Mieterstrommodell wurde geprüft, konnte aber nicht realisiert werden, da die Gemeinde kein Energieversorgungsunternehmen ist und daher gesetzlich keinen Strom verkaufen darf.

Statt einer Eigenfinanzierung entschied man sich daher für eine Realisierung durch die Wölfersheim-OVAG Energie GmbH, die auch Betreiber des Solarparks am Wölfersheimer See ist und an der die Gemeinde mit 50 Prozent beteiligt ist. Die GmbH habe aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung sehr gute Angebotspreise erwirken können. Insgesamt seien seitens der GmbH Ausgaben in Höhe von circa 23 800 Euro angefallen, in denen auch jährliche Wartungen, Zählermiete, Versicherung usw. enthalten sind. Andererseits stünden Einnahmen aus dem Stromverkauf in Höhe von gut 22 000 Euro.

Um das Projekt für die GmbH wirtschaftlich zu gestalten gewährt die Gemeinde daher einen Baukostenzuschuss in Höhe von 5000 Euro. Im Gegenzug erhält sie Einnahmen für die Pacht des Daches, die Hälfte des erwirtschafteten Überschusses und spart Verwaltungskosten.

»Finanziell lohnt sich die Anlage nur bedingt, da wir den Strom nicht selbst verbrauchen können. Die Anlage ist aber ein weiterer Mosaikstein der Energiewende und ein großer Gewinn für Umwelt und Klima. Durch die dauerhafte und gute Zusammenarbeit mit der OVAG werden wir das Projekt kostenneutral realisieren. Wir wollen mit gutem Beispiel vorangehen, um mehr Bürgerinnen und Bürger zur Installation einer Fotovoltaikanlage zu animieren«, berichtet Bürgermeister Eike See. »Kann Strom selbst verbraucht werden, ist eine Fotovoltaikanlage in den meisten Fällen wirtschaftlich. Wir vermitteln gerne entsprechende Kontakte, um das im Einzelfall zu prüfen«, ergänzt Klimaschutzmanager Markus Michel.

Sollte die Anlage in der Waldstraße länger als die geplante Nutzungsdauer von 21 Jahren in Betrieb sein, würde ein jährlicher Gewinn erwirtschaftet werden. Damit wäre die Anlage nicht nur ein Gewinn für Umwelt und Klima, sondern auch für die Gemeindekasse, wie die anderen von der Gemeinde betriebenen Anlagen.

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