Segenskärtchen sollen Hoffnung geben.
+
Segenskärtchen sollen Hoffnung geben.

Nah bei den Menschen

  • vonRedaktion
    schließen

Wölfersheim (pm). »Auch ohne das räumliche Zusammenkommen feiern wir bereits seit Wochen Gottesdienst - in der Weite, die Gott uns Menschen schenkt«, das sagt Pfarrerin Julia Marburger. Viele Formen des Gemeindelebens und des Gottesdienstfeierns etablieren sich gerade jetzt in der Krise, wie im Format »Gottes weiter Segensraum«. Das hätten die Angebote der ev. Kirchengemeinden Södel und Melbach am Wochenende gezeigt. Zum Glockengeläut um 10.30 Uhr konnten die Christen über Youtube den Videogottesdienst aus der Kirche in Melbach miterleben und -feiern.

Segen zum Abholen

Seit Beginn der Einschränkungen wird in Kooperation mit der Kirchengemeinde Wölfersheim ein wöchentlicher Videogottesdienst angeboten. »Wir wollten trotz der Beschränkung nah bei den Menschen sein und ihnen bei all der Unruhe ermöglichen, Gottesdienste aus ihren Kirchen zu erleben und mitzufeiern«, sagt Marburger. »Es gibt sehr viel Resonanz darauf. Gottesdienst ist so viel mehr als das gemeinsame Feiern im Kirchenraum, das hat uns die Corona-Krise gezeigt.« Gottesdienst - das könne auch eine Hausandacht sein oder der »Segen to go«, der am Wochenende rund um die Melbacher Kirche aufgehängt wurde. Wer mag, kann sich ein Kärtchen abholen, um sich mit einem Bibelwort zu stärken.

»Zum Segensraum Gottes gehört auch, dass Menschen tolle Ideen entwickeln, wie die Steinschlangen-Aktion um die Södeler Kirche«, sagt die Pfarrerin. Auf die Initiative einiger Mütter hin bemalen Jung und Alt fleißig Steine. Aus gewöhnlichen Steinen werden so Hoffnungszeichen, die die Menschen durch die Woche tragen können. Marburger: »All diese Aktionen zeigen, wie viel Kraft in der Kommunikation des Evangeliums steckt, wenn wir uns darauf einlassen.«

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare