Alle Altersgruppen dabei: Die Wölfersheimer Grünen haben ihre Kandidatinnen und Kandidaten für die Kommunalwahl im nächsten Jahr nominiert. FOTO: PM
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Alle Altersgruppen dabei: Die Wölfersheimer Grünen haben ihre Kandidatinnen und Kandidaten für die Kommunalwahl im nächsten Jahr nominiert. FOTO: PM

"Klimaziele nicht ohne Kommunen erreichbar"

  • vonred Redaktion
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Wölfersheim(pm). Mit 13 Frauen und Männern treten die Wölfersheimer Grünen zur Wahl der neuen Gemeindevertretung an. Die meisten von ihnen sind nicht Mitglied der Partei. "Die Grünen hoffen auf Anerkennung der erfolgreichen Oppositionsarbeit in der letzten Legislaturperiode, die wieder von zahlreichen Anträgen und wesentlichen Initiativen geprägt war", heißt es in einer Pressemitteilung. Interessant werde, wie sich der "allgemeine Höhenflug der Grünen" und die örtliche Auseinandersetzung um das Rewe-Logistikzentrum im Wahlergebnis niederschlagen.

Fraktionsvorsitzender Michael Rückl, der die Liste anführt: "Von 20 bis 70 Jahren sind Frauen und Männer aller Altersgruppen auf der Liste vertreten. Mit Thomas Küchenmeister (Listenplatz 5), vor zwei Jahren unabhängiger Bürgermeisterkandidat, ist ein in der Gemeinde bekanntes Gesicht Teil des Angebots, das wir den Wählerinnen und Wählern machen." Sylvia Jeratsch, die auf Platz zwei antritt: "Wir wollen und müssen dem Klimawandel begegnen. Deutsche und europäische Klimaziele werden nicht erreicht, wenn die Kommunen nicht mitmachen. Das gilt auch für Wölfersheim. Wir brauchen ein Konzept für die klimagerechte Sanierung des kommunalen Immobilienbestandes." Die Grünen wollen sich erneuerbare Energien und umweltfreundlichen Verkehr fördern und "eine Glasfaserinfrastruktur zur besseren und umfassenderen Nutzung digitaler Möglichkeiten".

Wahlkampf verstärkt im Netz

Mit Patrick Schlichting kandidiert ein Vertreter der jungen Generation auf Platz drei: "Der Bodenverbrauch durch Siedlung und Gewerbe wird sich so nicht mehr fortsetzen. Wir brauchen daher Ideen und Konzepte für das Wohnen und die Revitalisierung der Innenbereiche." Darauf müsse der Schwerpunkt gemeindlicher Siedlungsentwicklung liegen.

Gemeindevertreter Dr. Franz Grolig, der sich auf Platz vier bewirbt, unterstreicht den Anspruch der Grünen, "Anwälte für Naturschutz, umweltfreundliche Mobilität, den Nahverkehr und den notwendigen klimaneutralen Umbau der Gesellschaft" zu sein. "Wir brauchen diesen Wandel und wollen ihn auf kommunaler Ebene vorantreiben. Projekte wie das maßlose Rewe-Logistikzentrum passen nicht dazu. Sie stehen für Konsum und Wachstum um jeden Preis und ohne jede Rücksicht."

Nicht nur aus Gründen der Pandemie wird sich der Wahlkampf der Partei verstärkt im Netz abspielen. Auf Instagram sei man schon vertreten. "Wir wollen und müssen der herrschenden SPD auf dem digitalen Feld begegnen. Dort ist sie schon viel zu lange Monopolist", so Schlichting.

Die weitere Reihenfolge: 6. Heide Abendroth, 7. William Hergl, 8. Ileana Pavel, 9. Jörg Reinhardt, 10. Almut Walesch.

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