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Die Auswertung der Briefwahl sorgte in Wölfersheim noch einmal für deutliche Bewegungen in den Zahlen.

Hessen

Kommunalwahl in Wölfersheim: Klarer Sieger mit Abstrichen

  • VonConstantin Hoppe
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In Wölfersheim zeigt sich die SPD erneut als klarer Sieger bei den Kommunalwahlen: Nach den vorläufigen Ergebnissen vom Montagnachmittag müssen die Sozialdemokraten mit Verlusten von rund zehn Prozent rechnen, die 57,42 Prozent der erhaltenen Wählerstimmen reichen jedoch auch in Zukunft für eine stabile Mehrheit von 18 Sitzen im Gemeindeparlament - drei weniger als bisher.

Wölfersheim – »Wir bedanken uns bei unseren Wählerinnen und Wählern für das Vertrauen. Die Bürgerinnen und Bürger wollen, dass unser Bürgermeister Eike See seine erfolgreiche Arbeit mit einer stabilen SPD-Mehrheit in der Gemeindevertretung fortsetzen kann«, resümiert der Wölfersheimer SPD-Vorsitzende Rouven Kötter.

Und auch Bürgermeister und SPD-Spitzenkandidat See schließt sich diesem Dank an: »Diesen Wählerauftrag werden wir verantwortungsvoll annehmen und uns auch in den kommenden Jahren bodenständig und kreativ um die Entwicklung unserer schönen Gemeinde kümmern. Ich freue mich auf die gemeinsame Arbeit in den kommenden Jahren.«

Doch auch wenn die SPD eine stabile Mehrheit vorzeigen kann, will man die Opposition mit einbinden: »Wir werden auch in Zukunft die oppositionellen Parteien einbinden und eine vertrauensvolle, konstruktive Zusammenarbeit zum Wohle unserer schönen Gemeinde anbieten«, erklären Kötter und See.

Der große Gewinner im Bereich der erhaltenen Stimmen ist jedoch wie vielerorts Bündnis90/Die Grünen: Nachdem man bei der Wahl vor fünf Jahren 6,62 Prozent der Wählerstimmen und damit zwei Sitze im Gemeindeparlament, auf sich vereinen konnte, schießt die bislang viertstärkste Fraktion mit einem Zugewinn von fast zehn Prozent auf Platz zwei vor: Am Montagnachmittag lieferten sich die Grünen im Bereich der Wählerstimmen ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit den Freien Wählern, dass die Grünen nach Auszählung der Briefwahl dann doch deutlich für sich entscheiden konnten. Mit vorläufig 16,38 Prozent der Stimmen können die Grünen in der kommenden Legislaturperiode fünf Gemeindevertreter entsenden.

Den Grund für den recht hohen Stimmenzuwachs sieht Michael Rückl vor allem in einem Thema: »Da steckt ein großes Stück Protest wegen der Rewe-Planungen dahinter - da muss man sich nichts vormachen«, erklärt er. Dennoch freue er sich natürlich über das sehr gute Ergebnis seiner Partei.

Beinahe gleich blieben dagegen die Stimmen bei den Freien Wählern (12,96 Prozent, ein Minus von 0,4 Prozentpunkten) und der CDU (13,23 Prozent, ein Plus von 0,5 Prozentpunkten). Die Fraktionen beider Parteien werden weiterhin vier Vertreter im Gemeindeparlament umfassen.

Vonseiten beider Parteien wurde am Montag hervorgehoben, dass die SPD nun keine Zweidrittelmehrheit mehr in der Gemeindevertretung haben wird und somit auch mehr Zusammenarbeit nötig sein werde. Die Wahlbeteiligung sank verglichen mit den 57,22 Prozent im Jahr 2016 leicht: 56,84 Prozent der Wähler beteiligten sich am kommunalen Urnengang. Deutlich gestiegen ist dafür coronabedingt die Zahl der Briefwähler - diese sorgten zum Abschluss der Auszählung nochmals für deutliche Bewegungen in den Prozentzahlen. (con).

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