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Satter Sound bei Filmmusik und Evergreens: Die Marvin Dorfler Big Band unter der Leitung von Hans Eckhardt.

Kinoklassiker und Evergreens

  • VonHarald Schuchardt
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Wölfersheim (har). Einmal mehr ihrem Namen gerecht wurde die Vielfaltbühne, auf der im Rahmen der Veranstaltungsreihe »Sommer am See« Künstler und Gruppen aus der Region auftreten. Am Montagabend eröffnete die Marvin Dorfler Big Band unter der Leitung von Hans Eckhardt die zweite Programmwoche und zeigte, welche Vielfalt in einer Bigband stecken kann.

Trotz kühler Temperaturen, Windböen und wolkenverhangenem Himmel waren 130 Besucher gekommen. Die harrten auch bei den zahlreichen Schauern, die eine halbe Stunde nach Konzertbeginn einsetzten, tapfer aus.

Das war sicher auch ein Verdienst der 15 Instrumentalisten sowie der vier Sängerinnen und Sänger, die allesamt die Besucher begeisterten. Für das erste Konzert der Band am See hatte Bandleader Hans Eckhardt einen Mix aus mehreren Band-Programmen zusammengestellt, darunter eine ganze Reihe von Filmmelodien wie »As Time Goes By« aus dem Kultfilm »Casablanca«, in einem einfühlsamen Big-Band-Arrangement, gesungen von Erik Borner.

Der Offenbacher gehört seit Jahren zur Stammbesetzung der Band, die im September 1992 gegründet wurde. »Die Wurzeln der Gruppe liegen im Burggymnasium«, hatte zuvor Rochsane Mentes, die Leiterin des BuntERleben-Projektbüros, in ihrer gemeinsamen Begrüßung mit Kathrin Stöhr vom Verein »Treffpunkt See« verraten. Gleichzeitig wies sie auf eine Aktion an zwei Absperrgittern hin, in der aktuelle Sprüche von Schulkindern zu lesen sind.

James Bond und Frank Sinatra

Börner begeisterte als Sänger in ganz verschiedenen Genres, wie beim Swing-Klassiker »Feeling Good« in der Version von Michael Bublé ebenso wie in mehreren Duetten mit Bettina Skottke. Gemeinsam sangen sie »Time of My Life«, den Superhit aus dem Film »Dirty Dancing«. »Auf die Hebefigur verzichten wir«, meinte Borner, dessen Duettpartnerin unter anderem mit einer Version des Beatles-Klassikers »Can’t Buy Me Love« im Swing-Stil oder der James-Bond-Titelmelodie »Skyfall« von Adele begeisterte.

Für Skottke war es nicht der erste Auftritt auf der Seebühne, ist die ausgebildete Musical-Sängerin doch »Ur-Wölfersheimerin« und gehört zum festen »Inventar« von »Wölfersheim live.« So konnte Skottke viele Freunde, Nachbarn und Bekannte begrüßen. Die feierten Skottke ebenso wie Sängerin Helena Finatzer, die unter anderem am Hessischen Staatstheater in Wiesbaden tätig ist. Die Interpretin überraschte unter anderem mit einer intensiv gesungenen Version von »Goldfinger«, einem weiteren James-Bond-Song, aber auch mit einem außergewöhnlichen Gospel-Medley, im Arrangement für Bigband und Sängerin.

Angesichts des stärker werdenden Regens entschloss sich die Band durchzuspielen. In der zweiten Programmhälfte stieß Stefan Spielberger dazu. Der Lehrer am Burggymnasium ist Spezialist für große Hits von Frank Sinatra, in dessen Stil er »My Way« sang. Aber auch die Hits von Tom Jones von »Delilah« bis »Help Yourself« gehören zu den Spezialitäten von Spielberger, der mit Borner im Duett »Me and My Shadow« geradezu zelebrierte. Frank Sinatra und Sammy Davies jr. hätten ihren Spaß an dieser Version gehabt. Da swingten die Regenschirme mit.

Großes Finale mit John Miles' »Music«

Mit dem Temptations-Klassiker »Papa Was a Rolling Stone«, gesungen von Borner und einem Tom-Jones-Medley wurde das große Finale mit »Music« von John Miles eingeleitet, hervorragend gespielt von der Band und nicht minder erstklassich interpretiert von Helena Finatzer.

Schließlich gab es langen Beifall der Besucher, aber auch von den Mitwirkenden auf der Bühne für die Musikfans, die allesamt durchgehalten hatten. »Ihr wart spitze«, meinte Eckhardt. »Ihr auch« riefen einige Besucher zurück.

Sängerin Helena Finatzer überzeugt nicht nur mit James-Bond-Klassikern.

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