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Wieviel Aufforstung muss sein? Bürgermeister Eike See (links) mit Förster Eckhard Richter und Klimaschutzmanager Markus Michel beim Ortstermin.

»Keine großen Blößeflächen«

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Wölfersheim (pm). Im Rahmen der Aktion »10 000 Bäume für 10 000 Wölfersheimer« sollen in den nächsten Jahren 10 000 zusätzliche Bäume in der Gemeinde gepflanzt werden. »Würde man dabei auch Ersatzpflanzungen mitzählen, dann wäre die Zahl schon erreicht. Alleine in den letzten Monaten wurden rund 35 000 Bäume in den Wölfersheimer Wäldern nachgepflanzt«, berichtet die Gemeinde in einer Pressemitteilung.

Bürgermeister Eike See und Klimaschutzmanager Markus Michel trafen sich kürzlich mit Förster Eckhard Richter zu einem Austausch im Wald.

Die Dürre in den vergangenen Jahren hat in den Wäldern Spuren hinterlassen. Unzählige Bäume mussten 2020 gefällt werden. Hierfür musste die Gemeindevertretung zusätzliche Mittel zur Verfügung stellen. Im gleichen Zug beschloss die Gemeindevertretung, auch den gleichen Betrag für notwendige Ersatzpflanzungen bereitzustellen.

Bei einem Termin vor Ort berichtete Förster Richter, dass rund 35 000 von den möglichen 50 000 Euro ausgegeben werden konnten. Zum Glück brauche man nicht mehr Geld, da die Fläche nicht so groß sei, auf der etwas gepflanzt werden müsste. »Das große Glück des Gemeindewalds Wölfersheim ist, dass man keine großen Blößeflächen hat«, erläuterte Richter und verwies dabei auf die teils großen freien Flächen in den Wäldern des Taunus, die Waldbesitzer vor Herausforderungen stellen. In Wölfersheim wurden größtenteils in verschiedenen Abteilungen Nachbesserungen in bereits bestehenden Kulturen vorgenommen.

Bei der gemeinsamen Begehung ging Richter auch auf den aktuellen Zustand des Waldes ein. Der Bodenwasserspeicher sei noch nicht richtig aufgefüllt: »Man denkt, dass alles schön und grün ist, es hat geregnet, aber der Boden enthält nicht so viel Wasser.«

Wie sich die Situation in den anstehenden Sommermonaten entwickelt, sei noch offen. Schäden seien auch an größeren Bäumen noch zu beobachten. »Herr Richter hat uns einen umfangreichen Einblick ermöglicht. Wir werden im Herbst auch einen solchen Rundgang für die Mitglieder der Gemeindevertretung anbieten, damit diese sich über den aktuellen Zustand des Waldes informieren können und so besser wissen, worüber bei Themen wie dem Waldwirtschaftsplan beraten wird«, erklärte See.

Videoformat als Bürgerinformation

Um auch Bürgerinnen und Bürger einen besseren Einblick zu ermöglichen, habe die Gemeinde ein neues Videoformat ins Leben gerufen. In der Serie «#MITGEFILMT« möchte man künftig längere Videoausschnitte von Terminen mit Fachleuten veröffentlichen. »Wir haben im Rahmen des Termins die Kamera mitlaufen lassen, und das Material war interessant. Also haben wir es veröffentlicht. Termine wie diese haben wir öfters, und wir können damit mit ganz einfachen Mitteln zusätzliche Infos zur Verfügung stellen«, meinte See abschließend.

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