+
Die COPS-Gründerinnen Anna-Louise Woelke und Katharina Neisel (r.). 

Samstag bei VOX

"Hund, Katze, Maus": Wölfersheimerin bei VOX zu sehen - Auswanderin kastriert Katzen in Zypern

  • schließen

Dass auf Zypern mehr Katzen leben als 1,2 Millionen Menschen, ahnte Katharina Neisel nicht. Die Wölfersheimerin ist vor vier Jahren ausgewandert und hat nun ein Hilfsprojekt gegründet. Ab Samstag ist sie damit im TV zu sehen.

Katharina Neisel ist in Wölfersheim aufgewachsen und hat in Frankfurt Sozialarbeit studiert. Sie und ihr Mann wussten bald, dass sie in wärmeren Gefilden leben wollten. Er bekam ein Jobangebot auf Zypern; vor vier Jahren sind sie auf die drittgrößte Mittelmeerinsel ausgewandert. Dass auf Zypern mehr Katzen leben als 1,2 Millionen Menschen, ahnte die junge Sozialarbeiterin damals nicht.

Katharina Neisel ahnte auch nicht, dass sie binnen drei Jahren nicht nur vielen Katzen helfen, sondern ein großes Hilfsprojekt gründen würde. Das Projekt COPS ist seit letztem Herbst als gemeinnützige Charity anerkannt. Ab Samstag, 22. Februar, berichtet der Fernsehsender VOX fünf Samstage hintereinander in Deutschlands beliebtester Tiersendung "Hund, Katze, Maus" aus Zypern.

"Hund, Katze, Maus": Von der Katzenfreundin zur effizienten Hilfsorganisation

Der Wetterauer Zeitung erzählt die 37-jährige gebürtige Wölfersheimerin, wie sie von der Katzenfreundin zur Projektleiterin einer kleinen, aber effizienten Hilfsorganisation wurde. Das Elend der zahllosen hungrigen, kranken oder vergifteten Katzen, der ausgesetzten Kitten und die Aussicht auf immer größere Populationen auf der "Katzeninsel" habe sie einfach nicht losgelassen, erinnert sich die Sozialarbeiterin aus der Wetterau. 

"Ende 2017 begann ich dann, mich um die Versorgung einer kleinen Katzenkolonie zu kümmern und intensiv Katzen für die Kastration zu fangen und wieder auszusetzen", berichtet die junge Frau. Bald bildete sich ein kleines internationales Team um sie herum, das in der der Nähe der Hafenstadt Larnaca in den kleinen Orten Oroklini und Pyla tätig ist. "Daher auch der Name: COPS - Cats of Oroklini and Pyla Support, erklärt Neisel. Natürlich habe man sich bei der Abkürzung auch an den Begriff "Cops" angelehnt, seien sie um der Katzen willen doch ständig auf Streife. "Wir haben uns zur Aufgabe gemacht, das Leid und die Population der zypriotischen Straßenkatzen zu verringern." 

Neben Kastrationen - im Jahr 2019 kam die kleine Gruppe ehrenamtlicher Helfer auf sage und schreibe 355 Kastrationen - richtet COPS Futterstellen ein, kümmert sich um medizinische Versorgung und auch um die Vermittlung von Katzen, die es auf der Straße nicht mehr schaffen würden. "Das Einzugsgebiet wächst stetig, und wir bekommen inselweit Hilferufe", erzählt Neisel. Besonders in den Wintermonaten, wenn viele Hotels und Restaurants geschlossen haben, sei die Katzennot groß. Viele Tiere verhungerten qualvoll. "Gemeinsam mit meiner Kollegin und Mitgründerin Anna-Louise Woelke sind wir gerade dabei, eine eigene Kastrationsklinik aufzubauen", fügt Neisel hinzu. Dort möchte COPS einen eigenen Arzt beschäftigen, um die Kastrationskosten zu minimieren, um die Akzeptanz bei den Inselbewohnern zu erhöhen. Der orthodoxe Glaube mache den Eingriff in die Natur nicht eben einfacher. 

"Hund, Katze, Maus": Rund 4000 Euro Tierarztrechnungen pro Monat

Zunächst zahlten die Ehrenamtler Arzt- und Futterkosten aus eigener Tasche. Glücklicherweise fanden sich neben der wachsenden Nachfrage auch weitere Helfer und spendenwillige Katzenliebhaber. Bei rund 4000 Euro Tierarztrechnung pro Monat liege man derzeit. Hinzukämen nicht selten die Kosten für über 200 Kilogramm Trockenfutter als Grundversorgung. "Staatliche Hilfe gibt es nicht", erklärt Neisel, auf Spenden angewiesen zu sein. Schon die Anerkennung der Gemeinnützigkeit sei ein Kraftakt gewesen. Als anerkannte "Charity" könne man jetzt aber auch Spendenquittungen ausstellen. Und wie sieht es mit der Vermittlung von Katzen an Urlauber aus? Neisel weiß aus Erfahrung, dass nicht jede Katze dafür geeignet ist. 

Natürlich würden sie helfen, wenn sich jemand in ein Tier verliebt habe. "Aber das muss auch passen." COPS betreibt beispielsweise eine kleine Pflegestelle, in der kranke und behinderte Katzen aufgepäppelt werden. "Diese Katzen können nicht mehr zurück auf die Straße und müssen vermittelt werden." Auf Zypern sei dies nicht möglich, deshalb fliege die eine oder andere Katze nach Deutschland, sobald alle Formalitäten erledigt seien und ein Flugpate gefunden sei.

"Hund, Katze, Maus": Ab Samstag bei VOX

Bei VOX ist die Tieschutz-Doku aus Zypern in der Sendung "Hund, Katze, Maus" ab Samstag, 22. Februar, an fünf aufeinanderfolgenden Samstagen jeweils um 18 Uhr zu sehen. Birga Dexel ist seit 2011 neben anderen Tierexperten wie dem Tierschutzexperten Frank Weber fester Bestandteil mit Beiträgen über Katzenverhaltensfälle der von Diana Eichhorn moderierten Tiersendung.

Alle Infos auf der neuen Website der Katzenhilfe auf Zypern unter: www.copscats.de

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare