Die Jugendlichen wissen nun, was sie Hasskommentaren entgegensetzen können.
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Die Jugendlichen wissen nun, was sie Hasskommentaren entgegensetzen können.

Hoffnung statt Hass

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Wölfersheim (pm). Die Kooperationsgemeinden Wölfersheim, Södel und Melbach haben eine neue Konfi-Konzeption. Als Teil dessen fand am Dienstag ein »Hope Speech«- Workshop im Gemeindehaus Södel statt. Pfarrerin Julia Marburger und Pfarrer Lars Stephan konnten hierfür Matthias Blöser vom Projekt »Demokratie stärken« im Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung der EKHN gewinnen.

Bei dem Workshop »Von Hate Speech zu Hope Speech« (von Hassrede zu Hoffnungsrede) hatten die 30 Jugendlichen die Möglichkeit, sich nach theoretischer Einführung zu Hassrede und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit selbst mit Hass im Netz auseinanderzusetzen. Sie sammelten zunächst in Kleingruppen Strategien zum Umgang. An einem Praxisbeispiel wurden diese Strategien dann erprobt - und zwar ganz analog, indem mit Klebestift, eigenen Kommentaren, Stickern und Glitzer gegen den Hass angeschrieben wurde. Mit diesen Mitteln veränderten die Teilnehmer eine vorgegebene Kommentarspalte nach eigenen Vorstellungen. Nach dem zweistündigen Workshop präsentierten sie ihre individuell gestalteten Plakate als Ergebnisse eines hoffnungsvoll verschobenen Diskurses.

Das Konzept des Workshops ist vom Projekt »Netzteufel« der Evangelischen Akademie zu Berlin entwickelt worden. Ziel ist, Menschen einen sicheren Rahmen zu bieten, um Strategien der christlichen Gegenrede auszuprobieren und sich selbstbewusst mit Hasskommentaren auseinanderzusetzen. Im Fokus sind insbesondere vermeintlich christlich begründete Aussagen, die gegen Menschenwürde und Gleichheit der Menschen verstoßen. Der Workshop in Södel war der erste mit Jugendlichen im Raum der EKHN.

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