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Gut gebabbelt: Comedian Maddin Schneider versteht es auch am Wölfersheimer See glänzend, sein Publikum zu unterhalten.

»Hefeteig knete is besser als Sex«

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Wölfersheim (pm). »Warum ziehe ich immer nur rothaarige Frauen mit Fleischwurst-Intoleranz in mein Leben? Warum leiden alle meine Partner am Schnarch-Knirsch-Syndrom?« - Mit diesen und vielen anderen Fragen beschäftigt sich Comedian Maddin Schneider in seinem Programm »Denke macht Koppweh«, mit dem er am vergangenen Freitag zu Gast am Wölfersheimer See war.

Unter sternenklarem Himmel fanden rund 350 Besucher den Weg in die ausverkaufte Seearena zur Veranstaltungsreihe »Sommer am See.«

»Hallösche«, begrüßt Schneider die Gäste nachdem Bürgermeister Eike See die Gäste willkommen geheißen hatte. Die temperamentvollen Wetterauer Besucher, die Maddin als »Brasilianer unter den Hessen« bezeichnet, zeigen sich begeistert von Schneiders Programm. Nicht alles an diesem Abend ist geplant, und es kommt immer wieder zu spontanen Einlagen, die für Beifall und laute Lacher sorgen. So tummeln sich im Scheinwerferlicht einige Mücken: »Ich hab schon zehn Mügge verschluckt, aber die solle ja gesund sein«, sagt Schneider, greift zu seinem Wasserglas und schießt hinterher: »Ich bin aber eigentlich Vegetarier.« Schneider weiß sein Publikum zu unterhalten und einzubeziehen. Insbesondere Conny, Horst und Jörg aus der ersten Reihe. Nicht nur sie werden beim nächsten Backen eines Hefekuchens und das begleitende Stöhnen dabei an Maddin denken müssen, denn »Backen ist besser als Sex«. Und wie viel Quetschekuche (in drei vollen Gefriertruhen) Maddin gebacken hat, mag man sich nicht ausmalen. Auch die Sprüche von Maddins Oma wie »Ma kann es drehe und wende, so viel man will: De Arsch bleibt immer hinne« , werden den Zuschauern sicher noch lange in Erinnerung bleiben. Zudem gibt Schneider den Besuchern so manche Erkenntnis mit auf den Weg. »Männer redde sich müd, Fraue lade beim Schwätze den eigenen Akku uff.« Deshalb hält er auch nichts mehr vom Dating, denn er gerät immer an »Babbel-Dominas«, die einen »Bern-out in de Bern« verursachten. Bei seinen Versuchen mit Onlinedating konnte er nicht Nein sagen und hat gleich alle Frauen, die ihn treffen wollten, zu einem Date eingeladen. Da es sich um über 800 handelte, zum Schluss auch zu dritt oder viert, was erwartungsgemäß nicht gut ausging.

Kräftiger Applaus und Zugaberufe

Von Albträumen über gelbe Säcke und das Zählen von Schafen und grünen Affen zieht sich trotz der thematischen Vielfalt immer ein roter Faden durch das Programm. Schneider erntet am Wölfersheimer See nicht nur kräftigen Applaus, sondern auch laute Zugaberufe, denen er gerne nachkommt.

Direkt im Anschluss an das Programm wird auch Schneider die Ehre zuteil, sich in das Goldene Buch der Gemeinde einzutragen. Mit genügend Abstand und Maske haben auch Fans die Möglichkeit, ein Bild mit ihm auf der Bühne zu machen. So nutzt auch das Impfteam des Wetteraukreises, das an diesem Abend - von der Gemeinde eingeladen - eine Impfaktion auf dem Parkplatz anbietet, die Chance, ein Bild mit dem Comedian zu machen.

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