13 Gruppen und Vereine wollen ins Wohnbacher Alte Rathaus

Wölfersheim-Wohnbach (sto). Die Möglichkeiten des Dorferneuerungsprogramms will die Gemeinde für das Wohnbacher historische Rathaus nutzen. Welche Chancen das seit Jahren leerstehende Gebäude bieten kann, wurde jetzt im Kolleg der Turnhalle erörtert.

Dazu hatten der Arbeitskreis Dorferneuerung, die Gemeinde und das Frankfurter Planungsbüro Pro Regio eingeladen. Rund 50 Bürger interessierten sich für die Zukunft des Rathauses, noch mehr sollen ihre Wünsche per Fragebogen kundtun.

Hannes Werner Busse und Katharina Geist von Pro Regio erläuterten, dass neuerdings bei der Dorferneuerung für jedes Projekt eine Machbarkeits- und Nachhaltigkeitsstudie erstellt werden müsse.

Seitens der Gemeinde erläuterte Thomas Größer die geplanten baulichen Veränderungen am Alten Rathaus und in dessen unmittelbarer Nachbarschaft. So hat die Gemeinde vom Nachbargründstück in der Münzenberger Straße einen Streifen mit einem alten Schuppen erworben. Der soll ebenso abgerissen werden wie der Anbau ans Rathaus in der Obbornhofener Straße. Dafür entsteht ein Neubau mit Sanitäranlagen und kleiner Küche. Die Außenansicht werde dabei nicht verändert. Der Haupteingang soll künftig von der Münzenberger Straße aus erfolgen.

Über die Nutzungsmöglichkeiten bestanden vielfältige Vorstellungen. Wie die Vorsitzende des Arbeitskreises, Christel Eiser, bekannt gab, haben 13 Vereine und Gruppen Interesse angemeldet. Dies reiche vom Altenclub über den VdK, die Nachbarschaftshilfe, den Ortsbauernverband und eine Jugendgruppe bis hin zur Jagdgenossenschaft.

Der Raum für rund 30 Personen im Erdgeschoss könne auch für Familienfeiern genutzt werden – dank der geplanten Küche. Die Küche biete, so regte das Team von Pro Regio an, auch die Möglichkeit, einen Mittagstisch zu organisieren, sowie Frühstücks-und Nachmittagskaffees. Dass zu den örtlichen Gaststätten keine Konkurrenz entstehe, sei sichergestellt. Filmabende, Vorlesestunden oder Handarbeitskreise könnten hier stattfinden – man wolle ein "offenes Wohnzimmer", eine Begegnungsstätte für alle Wohnbacher. Das obere Stockwerk, das im Gegensatz zum Erdgeschoss nicht barrierefrei erreichbar ist, könne als Wohnung vermietet werden. Durch die Einnahmen wolle man die finanzielle Unabhängigkeit des Gesamtgebäudes erreichen.

Mit einem Fragebogen, der verteilt wurde und zusätzlich beim Arbeitskreis zu erhalten ist, will Pro Regio möglichst viele Wohnbacher in den Meinungsbildungsprozess einbeziehen. Beim Kartoffelfest in zwei Wochen soll die Fragebogenaktion abgeschlossen werden, die Auswertung ist bis zum 24.Oktober vorgesehen. Dann findet an gleicher Stelle ein weiterer Info-Abend statt. Das Konzept für die Neugestaltung des Alten Rathauses soll dann im November den Behörden vorliegen.

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